Friday, 29 September 2017

Es gibt keine Anständigkeit mehr

Hans Jonas hatte Ernst Blochs "Prinzip Hoffnung" sein "Prinzip Verantwortung" entgegen gesetzt: Verantwortung übernehmen ist unabhängig von der Schuld. Es reicht, wenn ich einen Schaden verursacht habe. Politiker wie Willy Brandt oder Helmut Schmidt wussten das noch. So wusste Brandt nichts von einem Spion Guillaume, trotzdem hat er Verantwortung übernommen für einen Schaden, den er völlig unbeabsichtigt und unwissend verursacht hatte. Er ist zurückgetreten.

Ohne Verantwortung keine Moral, ohne Verantwortung keine Anständigkeit.
Und so bitter sieht's heute bei praktisch allen führenden Politikern aus: schwere Verluste werden als Gewinne verkauft, der Heißluftballon aus Würselen hatte das niedrigste Wahlergebnis für die SPD zu verantworten. Denkt er auch nur daran, Verantwortung zu übernehmen? Keine Spur. Aufgeblasene Sprüche, dämliches Grinsen - und es wird weiter geschulzt und ordentlich abkassiert. Schamlos.

Merkel? Dampft die CDU/CSU ein, fährt unglaubliche Verluste ein. Irgendeine Regung? Verantwortung übernehmen und handeln, nämlich wenigstens den Rücktritt anbieten? Fehlanzeige. Schuld haben die Wähler, die haben halt das Kreuz an der falschen Stelle platziert. Seehofer lässt seine bayerische CSU abschmelzen. Grinsen, weitermachen.

Was sind das bloß für armselige Würstchen. Noch vor 30 Jahren wären Merkel, Schulz und Seehofer (nicht dieselben natürlich...) selbstverständlich zurückgetreten. Aber, zurück zum Titel: es gibt keine Anständigkeit mehr.

Hier noch was Lesenswertes dazu:

http://www.achgut.com/artikel/jamaika_no_woman_no_cry

Wednesday, 27 September 2017

Die AfD ist drin

Wie könnte eine "Alternative für Deutschland" aussehen? Jedenfalls nicht so, wie die AfD zur Zeit zusammengesetzt ist. Wir haben neben guten Köpfen wie Weidel oder Meuthen bräunlich-verkalkte Knallchargen wie Gauland und den kleinen narzisstischen Geschichtslehrer Höcke, der von knisternd-völkischer Lagerfeuerromantik träumt und leider auch quatscht. Es steht dem Klein-Akademiker jederzeit frei, einen neuen "Historikerstreit" anzuberaumen. Dort kann er dann seine verquasten 180°-Wenden und anderes Zeug zur Diskussion stellen. Die akademische Zunft wird ihn dann schon zusammenfalten.

Ich stelle mir eine AfD vor, die genau das Vakuum füllt, das die unsägliche Kanzlerin hinterlassen hat: eine Mischung aus Schmidt-SPD und bis zu Kohl-CDU. Eine Partei, die der illegalen Einwanderung von Millionen von äußerst gewalttätigen Analphabeten sofort ein Ende bereitet und diese sogenannten "Flüchtlinge" sofort abschiebt. Ohne wenn und aber. Eine Partei, die wieder strikt auf dem Boden des Grundgesetzes denkt und handelt, eine Partei, die eine wehrhafte Demokratie will mit allem, was dazu gehört. Dazu gehören auch eine funktionierende Bundeswehr und eine schlagkräftige Polizei.

Ich mutmaße, dass sich die meisten Wähler der AfD so etwas wünschen, und für mich besteht eine Korrelation zwischen den dubiosen Gestalten, die bei der AfD (noch) ans Mikrofon dürfen und dem erstaunlichen Stimmenzuwachs bei der FDP: viele Wähler, die keine SED-ähnliche Merkel-Einheitspartei mehr wollten, schreckten zurecht zurück, wenn Höcke, Gauland et al lospolterten und haben dann doch lieber die FDP gewählt, nicht aus Liebe, sondern weil diese AfD-Irrläufer, die besser in der NPD aufgehoben wären, abschrecken.

Dialektisch gesagt hat die AfD dann ihre Aufgabe erfüllt, wenn sie überflüssig geworden ist. Wenn die SPD wieder die SPD, die CDU/CSU wieder die CDU/CSU ist. Kurz: wenn  die Parteiprogramme dieser Parteien von 2002 sich wieder einigermaßen mit der Wirklichkeit decken.

Tuesday, 26 September 2017

Die Wahl ist gelaufen...und nun?

Rechnerisch geht nur eine "Koalition", die sogenannte "Jamaika-", also schwarz - grün - gelb. Ich setze Koalition absichtlich in Anführungszeichen, weil es eine solche nicht mehr gibt seit Honeckers Mädchen den Laden übernommen hat. Früher, also in der Vormerkel-Ära bedeutete Koalition nicht nur das Aushandeln des Bündnisses, sondern Verhandeln und Kompromissbereitschaft durch die ganze Zeit des Regierens.

Das ist längst vorbei. Die SED-geschulte Rautenkaiserin sagt wo's lang geht, die anderen folgen und arbeiten ihr zu. Merkel ist es vollkommen egal, wer da ihre Mehrheit sichert. Sie will und wird selbstherrlich regieren. Und nur darauf kommt es ihr an. Deutschland ist ihr so wichtig wie Honecker die DDR wichtig war. Nämlich unwichtig. Es geht um Macht und sonst gar nichts. Welches Landstück, welche menschliche Knetmasse zur Verfügung steht, ist gleichgültig. Der überwiegenden Mehrheit der vor allem westdeutschen Wähler ist das noch gar nicht klar. Sie wähnen sich in einer Zeit, die vergangen ist: die (westdeutsche) Zeit von 1949-1989. Alles hat sich verändert. Und keineswegs zum Besseren. Über die katastrophalen Auswirkungen der illegalen Masseneinwanderung habe ich hier schon genug geschrieben. Ich möchte mich nicht dauernd wiederholen, sondern einen Lieblingsausspruch meines Vaters zitieren: wer nicht hören will, muss fühlen. Nur ergänzend: wer nicht denken kann, muss fühlen. Und es wird sehr weh tun.

Gut, die Schmuddelkinder von der AfD gelten noch(!) als unberührbar, schon weil diese Partei die Dreistigkeit besitzt, das Grundgesetz ernst zu nehmen und durchsetzen zu wollen. Dieses Grundgesetz ist längst "post-faktisch"; es wird von der Staatsratsvorsitzenden verbogen, wie's gerade passt. Da gilt nur, was Merkel gefällt.

Es bleibt also unspannend. Merkel wird regieren, egal mit welchen Helferlein.

Saturday, 23 September 2017

Das kommentiere ich mal nicht. Einfach anschauen. Wer heute noch SPD wählt, steckt tief in einer Zeit fest, die leider vergangen ist. Die einstige SPD ist nicht mehr die SPD, die noch mein Opa wählte. Das Gleiche gilt für die CDU/CSU. Übrig geblieben sind nur noch die Etiketten...

https://www.youtube.com/watch?time_continue=4&v=ygQJXcLNug8

Saturday, 16 September 2017

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Sie haben es sicher schon bemerkt: es ist sehr ruhig hier. Ich bin zur Zeit einfach zu beschäftigt (Opa-Job!), um mehrere Felder gleichzeitig zu beackern (Hörspiele, Musik). Ziemlich regelmäßig produziere ich satirische Hörspielsketche im Multitrack-Verfahren, die unter dem Titel "Guten Talk!" auch auf YouTube zu hören sind. Dazu möchte ich Sie herzlich einladen. Ab und zu, wenn's die Zeit erlaubt, verspritze ich auch hier mein Gift...

Liebe Grüße
Jens Richter

https://www.youtube.com/channel/UCEayt6eQ7u29cWLJFpXpCrg

Monday, 21 August 2017

Gute Ängste, schlechte Ängste

Frau Merkel und ihr Staatsapparat wollen uns vorschreiben, wovor wir Angst haben dürfen und wovor auf keinen Fall. Dabei werden zunächst zwei Begriffe ständig durcheinandergeworfen. Wir unterscheiden zwischen Furcht («Realangst») und (neurotischer) Angst. 

Besonders «Menschen, die hier schon länger leben» dürfen sich gerne den ganzen Tag an ihren neurotischen Ängsten erfreuen, Herr Maas sagt nichts dazu. Seien es Eier, Diesel, Feinstaub, japanische Tsunamis, Klima, Donald Trump usw., Deutsche dürfen ganz große Angst davor haben. Das wird sogar gerne gesehen, denn dann lassen sich Energiewenden und andere Idiotien viel leichter verkaufen. 

Wenn es allerdings um die Furcht geht, während eines Konzertbesuches von der islamischen Friedensbewegung gesprengt, erschossen oder «gemessert» zu werden, ist das grobes, islamophobes und vor allem «unbegründetes» Fehlverhalten. Dann kramt man irre Statistiken hervor und rechnet vor, dass es viel wahrscheinlicher ist, an einem verdorbenen Ei oder einem Asteroiden zu sterben. 

Wie hoch ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tsunami ein deutsches AKW, das zufällig direkt am Meer steht, beschädigt? Danach fragten die Angsthasen nicht. Danach fragen sie auch heute nicht.
Wer geht heute noch unbekümmert durch eine europäische (Groß-)Stadt? Ich meine ausdrücklich nicht unachtsam. Natürlich achten wir auf den Straßenverkehr und passen auf unsere Wertsachen auf. Das haben wir schon immer getan. 

Aber haben wir vor September 2015 jeden LKW skeptisch beäugt, der sich uns nähert? Wieviele Anschläge braucht es noch, bis auch der Letzte begreift, dass viele Menschen keine «unbegründete Angst», sondern adäquate, durch Erfahrungen gestützte Furcht haben. 


Europäische Städte sind Minenfelder geworden. Noch sind sie nicht sehr dicht vermint, trotzdem kann jeder plötzlich und ohne jede Vorwarnung auf eine koran-inspirierte Mine treten. Und da sollen die Menschen keine reale Bedrohung empfinden? Da wagt man es, ihnen «unbegründete Angst» einzureden? Und ausgerechnet jene wagen das, die ohne Personenschützer und in gepanzerten Autos nicht einmal zum nächsten Bio-Laden fahren.    

Wichtiges Interview:

https://philosophia-perennis.com/2017/08/21/imad-karim-interview/

Friday, 18 August 2017

Barcelona...war da was?

Nichts Besonderes. Ein traumatisierter Einzelmann mit psychischen Problemen verlor die Kontrolle über ein Fahrzeug. Damit müssen wir leben. Es ist viel wahrscheinlicher, von einem herunterfallenden Blitzableiter getroffen zu werden. Das gehört zum Alltag. Wann fängt endlich die Bundesliga an?


Ein nachdenklicher Leser schreibt:


"Meine Generation ist die erste Generation, die nicht mehr bereit dazu ist, das Eigene gegen die Interessen der Anderen zu verteidigen. Wir werden vermutlich als die letzte Generation dieses an sich friedlichen, aufgeklärten und liberalen Europas in die Geschichtsbücher eingehen, ähnlich wie die letzten Inka, Römer, Indianer oder andere zerfallene Kulturen irgendwann ihre letzte Generation hervorbrachten.
Wir sind the last generation."



Die Rostocker «Gleichstellungsbeauftragte» hatte nach «Barcelona» schwere Luxusprobleme:



Ja, das sind die gewichtigen Probleme, mit denen sich dümmliche Quotilden noch(!) gerne und sehr gut bezahlt vom Steuerzahler beschäftigen dürfen. Das gibt sich, keine Bange.  

Zu dem Massenmord in Barcelona schreibt eine kluge Leserin (die CIA hatte übrigens vor einem Anschlag gewarnt):

"Es waren ja nur weiche Ziele. Wir dürfen unsere Lebensweise nicht ändern, sagen die, die sich immer sehr gut beschützt wissen. 
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Da werden lieber weiche Ziele in kauf genommen, Hauptsache der Rubel rollt weiter. Die Angst der Mächtigen, dass die Menschen ihren Tourismus einstellen, nicht mehr auf Open Air Konzerte usw. gehen sondern sich zu Hause verbarrikadieren ist viel größer, denn dann bricht die Wirtschaft zusammen, das heißt ja weniger Geld, als die paar Opfer, die man dann ja auch gut gemeinsam beweinen kann. Man fühlt sich dann so unendlich erhaben, wir verkriechen uns nicht. Dieses wir stehen gemeinsam zusammen und trotzen dem Terror, gibt am Ende sogar noch ein gutes Gefühl. Das ist für unsere Gutmenschen auch Grund genug, sich weiterhin in Gefahr zu begeben und andere dazu animieren, es ihnen gleich zu tun. Wir sind so edel, wir lassen uns lieber umbringen, als dass wir erkennen wollen, dass sich unser Leben gerade massiv verändert.
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Und die Beileidsbekundungen der Regierungen, die helfen auch niemanden. Würde man lieber mal, die Menschen vor solchem Terror schützen, in dem man diese CIA Warnungen ernst nimmt und auch einmal so eine Meile räumt und für die Leute sperrt, eben wegen Terrorgefahr. Aber wie schon erwähnt, da würde zu viel Geld nicht mehr verdient werden. Da ist das Opfer, der wenigen weichen Ziele, geringer. Das ist Lebensrisiko, sagen da unsere Politiker. Auch die Befindlichkeiten der armen Gefährder muss man ja heute berücksichtigen, die darf man nicht einfach mal weg sperren, dann sind die ja traurig und traumatisiert.
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Würde aber, wie in den 70/80er Jahren durch die RAF, es ihnen selbst an den Kragen gehen, dann würde alles getan um das zu verhindern. Da würde der ganze Apparat hochgefahren. Da könnte man auch Menschen im voraus einsperren, damals war das so. Allein dass man dieser RAF angehörte war schon Grund genug in den Spezial-Knast zu wandern. Da liefen keine Gefährder draußen frei herum. Aber da ging es ja um die Köpfe der höher gestellten Persönlichkeiten nicht einfach nur ums Volk."

Ein Lügner glaubt keinem An dieses sehr tiefsinnige Sprichwort muss ich immer denken, wenn ich die Propaganda (in der Vor-Merkelzeit gab e...