Für alle?
Es kümmert mich nicht, es geht mir am Allerwertesten vorbei, wenn die Damen und Herren Homosexuellen nun unbedingt den Segen des Standesbeamten brauchen, obwohl die "eingetragene Partnerschaft" rechtlich dasselbe in Grün ist. Sicher grient der Lohen, wenn zu Wagners Marsch eine Elsa mit Schniedel geführt wird, und es erheitert, wenn ausgerechnet jene Linken und Grünen, die sonst sowas wie Ehe ganz furchtbar altbacken und spießig finden und nennen, nun sich stark machen fürs Blumenstreuen, und das nur, weil eine inzwischen sehr lautstarke Minderheit das so will. Sollen sie selig werden und sollen sie die Freuden einer Scheidung dann auch genießen. Mir wurscht.
Nein, mich kümmert, dass die "Ehe für alle" automatisch gleichgesetzt wird mit "Ehe für Homosexuelle". Davon ist aber gar nicht die Rede, zumindest nicht im Wortlaut. Warum? Warum hakt da niemand nach, was genau dieses "alle" umfasst? Geschwisterheirat? Vater heiratet Tochter? Vielweiberei mit Minderjährigen? Darf ich meinen Hamster zum Traualtar führen? Die Frage nach dem "alle" muss öffentlich und in den Parlamenten gestellt werden. Hartnäckig. Hier muss eine klare Definition her.
Vieles was man heute aus der feministisch-genderistischen Ecke zu lesen bekommt, sieht nach einem Witz aus, da macht sich jemand einen Spaß, da haben Engelke und Pastewka ihre Finger im Spiel.
Aber leider, leider, die Wahndamen meinen das ernst. In den USA (und das heißt in Kürze in Europa...) fordern nicht-weiße Frauen weiße Frauen auf, sich möglichst den Uterus entfernen zu lassen oder sich wenigstens niemals, aber auch wirklich nie und nimmer mit weißen Männern zwecks Vermehrung einzulassen, denn dann kämen ja (huch!) weiße Kinder auf die Welt und damit das Unheil.
Das alles ist kein Witz. Diese Forderung schreiben nicht-weiße Damen übrigens auf einem Gerät, das weiße Männer erfunden und gebaut haben. Schlimm. Noch schlimmer: nach oben hin wird die Haut immer heller. Jawohl, meine nicht-weißen Damen allerlei Geschlechts, die Wirklichkeit kann so böse sein. Schachgroßmeister sind ziemlich hellhäutig, Schachweltmeister auch. In der Spitzenforschung sieht es leider gar nicht anders aus, werte Geschwätzstudentinnen. Die Nobelpreise in den MINT-Fächern und Medizin? Irgendwo trendige Hautfarben in Sicht? Fieldsmedaille in Mathematik? Hallo?
Diese Fächer nehmen auf den Zeitgeist und sein Gesäusel keine Rücksicht, meine Damen mit dem dunklen Teint. Da zählt nur Leistung. Kennen Sie nicht so, nicht wahr? Ach so, und der amerikanische Präsidentendarsteller mit der trendigen Hautfarbe und dem Friedensnobelpreis hat mehr Bomben abwerfen lassen als seine hellhäutigen Vorgänger. Dumm gelaufen. Aber macht euch keine Sorgen. Weiße Männer haben längst die Nase voll von euch Trullas. Es gibt genügend hellhäutige und blitzgescheite Ostasiatinnen und Osteuropäerinnen. Ihr dürft gerne unter euch bleiben. Da gehört ihr auch hin.
Und den noch: damit Sie gut nach Hause kommen...:
https://philosophia-perennis.com/2017/06/30/news-app-paris/
In meinem Blog dürfen Finger in alle Wunden gelegt werden, egal, ob die Wunden rechts, links oder in der Mitte liegen. Es darf frech und gerne witzig geschrieben werden. Justiziable Kommentare werden grundsätzlich nicht veröffentlicht. Wenn Sie etwas in meine Kaffeekasse legen möchten, wäre das natürlich sehr nett. Meine PayPal-Adresse: erikativum@yahoo.co.uk Vielen Dank!
Friday, 30 June 2017
Wednesday, 28 June 2017
Der Widerstand war nur ästhetisch
Das Wortspiel des Titels bezieht sich auf Peter Weiss' großen Roman "Die Ästhetik des Widerstands". In diesem Jahr gibt es viel zu gedenken. In praktisch allen "Bildungsblättern" finden wir rührselige Erinnerungen an das Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" der Beatles, dann gibt's gleich einen (Stoßseufzer ach ja, das waren aufregende Zeiten...) Verweis auf die Hippie-Bewegung, Woodstock, Jimmy Hendricks, der ja die amerikanische Nationalhymne ach so revolutionär verzirpte.
Die "Blumenkinder-Generation". Damals, ja damals wollte man die Gesellschaft, die ganze Welt verändern. Stoßseufzer. Selbst nüchterne Feuilletonisten machen schlapp und sülzen, weil sie damals unkritische Teilnehmer dieser "Bewegung" waren und auch heute nicht fähig sind, die inneren Widersprüche der ganzen Chose zu durchschauen und zu formulieren. Es fehlt einfach die notwendige Distanz, vielleicht auch der analytische Verstand.
Klar erkennen sie, dass der Markt sich dieser (wie jeder...) Bewegung bemächtigte und viel Geld mit ihr verdiente. Aber das war ja nicht "das Echte", das war ja böser Kommerzialismus, hatte nichts zu tun mit dem Guten, Edlen und Wahren. Und sehr schnell wurde (auch das vom Markt kontrolliert!) zwischen "kommerzieller" (böse) und "nicht kommerzieller" (gut) Musik unterschieden. Strukturell unterscheiden sich beide Musiken überhaupt nicht: im Grunde simplifizierter Dowland, musikalisch langweilig und immer schlechter als Dowland selbst. Aber die nicht kommerziellen Musikanten sahen "echt" aus, also ungewaschen, schlecht frisiert und unheimlich gut gegen alles, was das verhasste Bürgertum ausmacht. Die Platten, später CDs verkauften sich nicht schlechter als die der Bösen, aber was kümmert das den Gläubigen?
Die Fehleinschätzung hat ihre Ursprung in der Sache selbst, im scheinhaften, ausschließlich ästhetischen Widerstand. Halb oder gar nicht verstandene Schmankerl aus der Frankfurter Schule halfen beim Falschdenken: "Nur weg von hier, das ist mein Ziel" oder "Sesam öffne dich, ich will hinaus" etc. Sehr schlagkräftig, aber nur der halbe Weg der "Negativen Dialektik" (Theodor W. Adorno).
Keinem der andauernd blöde grinsenden Haschisch (später LSD)-Konsumenten fiel auf, dass er gegen das Substrat kämpfte, in dem die "aufsässige Substanz" überhaupt nur gedeihen konnte. Das ist die Crux. Jeder Blumenfreund weiß es besser. Lasse ich den Boden, das Substrat verkümmern, vertrocknen, wachsen die Pflanzen (die Substanz) nicht mehr, sie verkümmern auch. An diesem Denkfehler ist Westeuropa noch nicht genesen.
Es wird weiterhin geleugnet oder dumm übersehen, dass nur in einem gesunden Substrat (heute: genügend leistungsstarke und -willige Menschen, die entsprechend hohe Steuern zahlen, vernunft- und das heißt verantwortungsethisch geleitete Politik) überhaupt das Gedeihen der Substanz (die Bevölkerung) ermöglicht. Was glaubt denn dieses ganze von Steuern reich beschenkte Damenkränzchen im Bundestag, wer die meschuggenen Schnapsideen finanziert? Wer überhaupt Wohlstand generiert? Wer so etwas wie einen Sozialstaat überhaupt ermöglicht? Eine "starke Wirtschaft" wird nicht auf Gendertoiletten ausgeschieden, die wird von den schon erwähnten hochleistungsfähigen, sehr gut ausgebildeten und intelligenten Menschen gebildet. Ja, und jetzt kommt's: zum allergrößten Teil von diesen nichtswürdigen "weißen Männern", die ja schleunigst den von vor allem von Frauen heiß begehrten Analphabeten aus "Gewaltistan" weichen sollen. Und dann, werte Studienabbrecherinnen? Wie lange, glauben Sie, wird sich das der "widerliche weiße Mann" noch gefallen lassen? Vergessen Sie nie in Ihrem Wahn, dass die Grenzen beidseitig geöffnet sind. Millionäre und Hochqualifizierte fliehen längst zu Hunderttausenden. Dafür strömen gewalttätige Analphabeten ins Land. Seit 1933 hat Deutschland noch nie so viel Schaden angerichtet wie heute.
Entmachtet endlich diese vertrottelten Gesinnungsethiker allerlei Geschlechts. Noch zehrt Deutschland von seinen "Zinsen" = richtiges Abitur, richtige Diplom-Ingenieure, richtige Handwerker und Facharbeiter. Diese Generation geht jetzt in Rente. Was nachkommt, ist Mittel- bis Untermaß, das gegen die fleißigen und intelligenten Chinesen (und andere Asiaten) nicht mehr die geringste Chance hat. Oder glaubt irgendjemand, dass die Allahu Akbar-Fachkräfte ohne Pass aber mit Sprengstoff den leider für selbstverständlich gehaltenen Wohlstand sichern?
WWII. Als über Deutschland die ersten Bomben fielen, die ersten Häuser einstürzten, die ersten Menschen starben, beschäftigte die Bevölkerung nur ein Problem: darf man Kartoffeln wirklich nur mit der Gabel essen, oder kann ein Messer zu Hilfe genommen werden. Die Regierung begrüßte diese kontroverse Diskussion und erweiterte den Problemkreis durch die Frage, ob ein Bollerwagen nur gezogen oder auch geschoben werden darf. Es entbrannte eine rege Debatte (weitere Häuser entbrannten nebenbei auch). Im von den Deutschen besetzten Frankreich stand die Frage im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses, ob grundsätzlich von links serviert muss, oder ob der Kellner auch in Ausnahmefällen von rechts auftragen darf.
Einige Historiker zweifeln neuerdings daran und meinen, sowohl im damaligen Deutschland als auch im besetzten Frankreich habe man über gendergerechte Toiletten und die Ehe für alle gestritten...
Wer es noch nicht kennt, hier das "Tocqueville-Paradoxon": Mit dem Abbau von sozialen Ungerechtigkeiten erhöht sich die Unduldsamkeit gegenüber verbleibenden Ungleichheiten, mögen sie auch noch so banal sein.
Da wird aus der Mücke der Elefant und z.B. aus der Homoehe das Fundament von Verfassung, Staat und Gesellschaft.
Ein denkender Leser schreibt:
"Mir ist die „Homo-Ehe“ völlig egal, im Gründe finde ich, dass das Konzept der Ehe an sich veraltet ist und einer grundlegenden kritischen Diskussion bedarf. Dass das jetzt plötzlich aus dem Hut gezaubert und zum Wahlkampfthema (insbesondere von Angela Merkel) gemacht wird, halte ich allerdings für ein klassisches Ablenkungsmanöver. Es soll von dem eigentlichen Brennpunktthema ablenken, nämlich dem Staatsversagen im Bereich Einwanderungs- und Sicherheitspolitik. Bei genauerer Betrachtung würde nämlich sichtbar werden, dass hierbei der GESAMTE Parteienapparat vollkommen versagt und verantwortlich ist, ergo auch der „Wahlkampf“ zwischen Merkel und Schulz ein reiner Showkampf ist, bei dem es um dieselbe politische Haltung geht, der Wähler lediglich die Wahl hat zwischen „weiter so“ und „noch mehr vom selben“. Das ist die Inszenierung von Demokratie als Wrestlingshow mit vorher festgelegtem Ausgang."
Das Wortspiel des Titels bezieht sich auf Peter Weiss' großen Roman "Die Ästhetik des Widerstands". In diesem Jahr gibt es viel zu gedenken. In praktisch allen "Bildungsblättern" finden wir rührselige Erinnerungen an das Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" der Beatles, dann gibt's gleich einen (Stoßseufzer ach ja, das waren aufregende Zeiten...) Verweis auf die Hippie-Bewegung, Woodstock, Jimmy Hendricks, der ja die amerikanische Nationalhymne ach so revolutionär verzirpte.
Die "Blumenkinder-Generation". Damals, ja damals wollte man die Gesellschaft, die ganze Welt verändern. Stoßseufzer. Selbst nüchterne Feuilletonisten machen schlapp und sülzen, weil sie damals unkritische Teilnehmer dieser "Bewegung" waren und auch heute nicht fähig sind, die inneren Widersprüche der ganzen Chose zu durchschauen und zu formulieren. Es fehlt einfach die notwendige Distanz, vielleicht auch der analytische Verstand.
Klar erkennen sie, dass der Markt sich dieser (wie jeder...) Bewegung bemächtigte und viel Geld mit ihr verdiente. Aber das war ja nicht "das Echte", das war ja böser Kommerzialismus, hatte nichts zu tun mit dem Guten, Edlen und Wahren. Und sehr schnell wurde (auch das vom Markt kontrolliert!) zwischen "kommerzieller" (böse) und "nicht kommerzieller" (gut) Musik unterschieden. Strukturell unterscheiden sich beide Musiken überhaupt nicht: im Grunde simplifizierter Dowland, musikalisch langweilig und immer schlechter als Dowland selbst. Aber die nicht kommerziellen Musikanten sahen "echt" aus, also ungewaschen, schlecht frisiert und unheimlich gut gegen alles, was das verhasste Bürgertum ausmacht. Die Platten, später CDs verkauften sich nicht schlechter als die der Bösen, aber was kümmert das den Gläubigen?
Die Fehleinschätzung hat ihre Ursprung in der Sache selbst, im scheinhaften, ausschließlich ästhetischen Widerstand. Halb oder gar nicht verstandene Schmankerl aus der Frankfurter Schule halfen beim Falschdenken: "Nur weg von hier, das ist mein Ziel" oder "Sesam öffne dich, ich will hinaus" etc. Sehr schlagkräftig, aber nur der halbe Weg der "Negativen Dialektik" (Theodor W. Adorno).
Keinem der andauernd blöde grinsenden Haschisch (später LSD)-Konsumenten fiel auf, dass er gegen das Substrat kämpfte, in dem die "aufsässige Substanz" überhaupt nur gedeihen konnte. Das ist die Crux. Jeder Blumenfreund weiß es besser. Lasse ich den Boden, das Substrat verkümmern, vertrocknen, wachsen die Pflanzen (die Substanz) nicht mehr, sie verkümmern auch. An diesem Denkfehler ist Westeuropa noch nicht genesen.
Es wird weiterhin geleugnet oder dumm übersehen, dass nur in einem gesunden Substrat (heute: genügend leistungsstarke und -willige Menschen, die entsprechend hohe Steuern zahlen, vernunft- und das heißt verantwortungsethisch geleitete Politik) überhaupt das Gedeihen der Substanz (die Bevölkerung) ermöglicht. Was glaubt denn dieses ganze von Steuern reich beschenkte Damenkränzchen im Bundestag, wer die meschuggenen Schnapsideen finanziert? Wer überhaupt Wohlstand generiert? Wer so etwas wie einen Sozialstaat überhaupt ermöglicht? Eine "starke Wirtschaft" wird nicht auf Gendertoiletten ausgeschieden, die wird von den schon erwähnten hochleistungsfähigen, sehr gut ausgebildeten und intelligenten Menschen gebildet. Ja, und jetzt kommt's: zum allergrößten Teil von diesen nichtswürdigen "weißen Männern", die ja schleunigst den von vor allem von Frauen heiß begehrten Analphabeten aus "Gewaltistan" weichen sollen. Und dann, werte Studienabbrecherinnen? Wie lange, glauben Sie, wird sich das der "widerliche weiße Mann" noch gefallen lassen? Vergessen Sie nie in Ihrem Wahn, dass die Grenzen beidseitig geöffnet sind. Millionäre und Hochqualifizierte fliehen längst zu Hunderttausenden. Dafür strömen gewalttätige Analphabeten ins Land. Seit 1933 hat Deutschland noch nie so viel Schaden angerichtet wie heute.
Entmachtet endlich diese vertrottelten Gesinnungsethiker allerlei Geschlechts. Noch zehrt Deutschland von seinen "Zinsen" = richtiges Abitur, richtige Diplom-Ingenieure, richtige Handwerker und Facharbeiter. Diese Generation geht jetzt in Rente. Was nachkommt, ist Mittel- bis Untermaß, das gegen die fleißigen und intelligenten Chinesen (und andere Asiaten) nicht mehr die geringste Chance hat. Oder glaubt irgendjemand, dass die Allahu Akbar-Fachkräfte ohne Pass aber mit Sprengstoff den leider für selbstverständlich gehaltenen Wohlstand sichern?
WWII. Als über Deutschland die ersten Bomben fielen, die ersten Häuser einstürzten, die ersten Menschen starben, beschäftigte die Bevölkerung nur ein Problem: darf man Kartoffeln wirklich nur mit der Gabel essen, oder kann ein Messer zu Hilfe genommen werden. Die Regierung begrüßte diese kontroverse Diskussion und erweiterte den Problemkreis durch die Frage, ob ein Bollerwagen nur gezogen oder auch geschoben werden darf. Es entbrannte eine rege Debatte (weitere Häuser entbrannten nebenbei auch). Im von den Deutschen besetzten Frankreich stand die Frage im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses, ob grundsätzlich von links serviert muss, oder ob der Kellner auch in Ausnahmefällen von rechts auftragen darf.
Einige Historiker zweifeln neuerdings daran und meinen, sowohl im damaligen Deutschland als auch im besetzten Frankreich habe man über gendergerechte Toiletten und die Ehe für alle gestritten...
Wer es noch nicht kennt, hier das "Tocqueville-Paradoxon": Mit dem Abbau von sozialen Ungerechtigkeiten erhöht sich die Unduldsamkeit gegenüber verbleibenden Ungleichheiten, mögen sie auch noch so banal sein.
Da wird aus der Mücke der Elefant und z.B. aus der Homoehe das Fundament von Verfassung, Staat und Gesellschaft.
Ein denkender Leser schreibt:
"Mir ist die „Homo-Ehe“ völlig egal, im Gründe finde ich, dass das Konzept der Ehe an sich veraltet ist und einer grundlegenden kritischen Diskussion bedarf. Dass das jetzt plötzlich aus dem Hut gezaubert und zum Wahlkampfthema (insbesondere von Angela Merkel) gemacht wird, halte ich allerdings für ein klassisches Ablenkungsmanöver. Es soll von dem eigentlichen Brennpunktthema ablenken, nämlich dem Staatsversagen im Bereich Einwanderungs- und Sicherheitspolitik. Bei genauerer Betrachtung würde nämlich sichtbar werden, dass hierbei der GESAMTE Parteienapparat vollkommen versagt und verantwortlich ist, ergo auch der „Wahlkampf“ zwischen Merkel und Schulz ein reiner Showkampf ist, bei dem es um dieselbe politische Haltung geht, der Wähler lediglich die Wahl hat zwischen „weiter so“ und „noch mehr vom selben“. Das ist die Inszenierung von Demokratie als Wrestlingshow mit vorher festgelegtem Ausgang."
Tuesday, 27 June 2017
Die Methode Merkel
Sie ist eine sehr gelehrige Schülerin. Sie hat von der SED gelernt, wie man einen Machtapparat aufbaut und vor allem, wie man ihn kontrolliert. Noch wichtiger: sie hat aus den Fehlern der SED gelernt. Sie weiß, dass die DDR am Starrsinn des verkalkten Honecker zugrunde gegangen ist und nicht etwa, weil die Ostdeutschen sich nach "Freiheit" sehnten. Deutsche haben mit Freiheit nichts am Hut. Denn die bedeutet auch Unsicherheit, Wagnis, ins kalte Wasser springen. Bloß das nicht.
Deutsche sind sehr genügsam. Aber ein paar Sachen brauchen sie wie die Luft zum Atmen: Sicherheit des Arbeitsplatzes, Sicherheit des Wohnens, noch mehr Sicherheit in allen Bereichen und natürlich Urlaubsreisen. Das alles betreut von der Wiege bis zum Grabe. Wenn man ihnen das gibt, sind sie zufrieden, ganz gleich, von wem sie regiert werden. Das hat Honecker verpennt.
Merkel hat das erkannt. Sie hat ihre SED (2.0) erfolgreich aufgebaut und zwar nach westdeutschen Spielregeln. Sie verbietet nicht einfach Parteien (das könnte auch der dösigsten Schlafmütze irgendwann auffallen), nein sie schluckt sie einfach. Sie macht alle anderen Parteien überflüssig. Das Ohr immer am Zeitgeist, pickt sie sich alles raus, was dem Wähler gefallen könnte. Angst vor Atomstrom? Kein Problem, schalten wir ab. Der Wähler schreit Hurra, und die Grünen müssen sich auf Gendertoiletten und Veggie-Tage konzentrieren, machen sich mit ihren unwichtigen Forderungen noch lächerlicher. Merkel kann ein Häkchen machen. SPD-Schulz. Ihr reichte ein Blick auf den Brüssler Windbeutel. Kurze Blendgranate, aus die Maus. Merkel kann ihr Häkchen machen. Was ist da los? "Ehe für alle"? Wenn ich meinen Hund heirate, spare ich dann Hundesteuer? Merkel lacht sich wahrscheinlich schlapp, aber wenn's der Zeitgeist will, warum nicht? Also verkündet sie ihre Zustimmung zur "Ehe für alle". Es ist ihr vollkommen egal, worum es geht. Wenn ihre Wähler das Zuckerstückchen wollen, wirft sie es gnädig in die Menge - und wird natürlich wieder gewählt. Denn es geht ihr wie einst ihrem Lehrmeister Honecker nur um eines: Macht. Erhaltung der Macht. Und sie weiß genau wie's geht. Noch Unbequeme wie die AfD oder überhaupt Kritiker ihres Regimes werden von ihrem Überwachungsapparat aufgespürt, denunziert, beruflich und gesellschaftlich erledigt. Einsperren vermeidet sie noch, denn sie erinnert sich an die schlechte Presse. Eingesperrte DDR-Kritiker machten zu viel Wind, schlechte PR. Nein, das hat sie gelernt. Vernichten ja, aber unauffällig.
Sie ist eine sehr gelehrige Schülerin. Sie hat von der SED gelernt, wie man einen Machtapparat aufbaut und vor allem, wie man ihn kontrolliert. Noch wichtiger: sie hat aus den Fehlern der SED gelernt. Sie weiß, dass die DDR am Starrsinn des verkalkten Honecker zugrunde gegangen ist und nicht etwa, weil die Ostdeutschen sich nach "Freiheit" sehnten. Deutsche haben mit Freiheit nichts am Hut. Denn die bedeutet auch Unsicherheit, Wagnis, ins kalte Wasser springen. Bloß das nicht.
Deutsche sind sehr genügsam. Aber ein paar Sachen brauchen sie wie die Luft zum Atmen: Sicherheit des Arbeitsplatzes, Sicherheit des Wohnens, noch mehr Sicherheit in allen Bereichen und natürlich Urlaubsreisen. Das alles betreut von der Wiege bis zum Grabe. Wenn man ihnen das gibt, sind sie zufrieden, ganz gleich, von wem sie regiert werden. Das hat Honecker verpennt.
Merkel hat das erkannt. Sie hat ihre SED (2.0) erfolgreich aufgebaut und zwar nach westdeutschen Spielregeln. Sie verbietet nicht einfach Parteien (das könnte auch der dösigsten Schlafmütze irgendwann auffallen), nein sie schluckt sie einfach. Sie macht alle anderen Parteien überflüssig. Das Ohr immer am Zeitgeist, pickt sie sich alles raus, was dem Wähler gefallen könnte. Angst vor Atomstrom? Kein Problem, schalten wir ab. Der Wähler schreit Hurra, und die Grünen müssen sich auf Gendertoiletten und Veggie-Tage konzentrieren, machen sich mit ihren unwichtigen Forderungen noch lächerlicher. Merkel kann ein Häkchen machen. SPD-Schulz. Ihr reichte ein Blick auf den Brüssler Windbeutel. Kurze Blendgranate, aus die Maus. Merkel kann ihr Häkchen machen. Was ist da los? "Ehe für alle"? Wenn ich meinen Hund heirate, spare ich dann Hundesteuer? Merkel lacht sich wahrscheinlich schlapp, aber wenn's der Zeitgeist will, warum nicht? Also verkündet sie ihre Zustimmung zur "Ehe für alle". Es ist ihr vollkommen egal, worum es geht. Wenn ihre Wähler das Zuckerstückchen wollen, wirft sie es gnädig in die Menge - und wird natürlich wieder gewählt. Denn es geht ihr wie einst ihrem Lehrmeister Honecker nur um eines: Macht. Erhaltung der Macht. Und sie weiß genau wie's geht. Noch Unbequeme wie die AfD oder überhaupt Kritiker ihres Regimes werden von ihrem Überwachungsapparat aufgespürt, denunziert, beruflich und gesellschaftlich erledigt. Einsperren vermeidet sie noch, denn sie erinnert sich an die schlechte Presse. Eingesperrte DDR-Kritiker machten zu viel Wind, schlechte PR. Nein, das hat sie gelernt. Vernichten ja, aber unauffällig.
Monday, 26 June 2017
Vorsicht: Cui bono?
Die berühmte Frage wird im Zuge polizeilicher Ermittlungen zu Recht gestellt: wem nützt es? Wer profitiert vom Tod des Opfers? Wer also hat ein starkes Motiv? Das kennt jeder aus Kriminalromanen und -filmen. Wir haben es dann mit einem sehr begrenzten Kreis von Verdächtigen zu tun. Wir würden wohl lachen, wenn die Ermittler beim Tod der wohlhabenden Oma Hetti die CIA oder den Mossad als Nutznießer anführten. Aber warum eigentlich nicht? Mit viel Phantasie ließe sich da bestimmt irgendein Zusammenhang konstruieren, und in einer Kriminalkomödie oder -groteske würde das vielleicht sogar getan werden.
Die "Cui bono?"-Frage wird besonders in einschlägigen Internetforen bei jeder Gelegenheit gestellt, wenn die Polizei nicht sofort alle Ergebnisse brühwarm mitteilt. Ob das nun für die Ermittlungen sehr schlecht ist, interessiert den Cui bono-Besessenen nicht. Wenn die Polizei was "zu verbergen hat", wird eben das cui bono? bemüht, und schon wissen unsere Meisterdetektive, wer dahintersteckt und warum.
Interessanter Weise gleichen sich die Ermittlungsergebnisse der Wahrheitsfreunde. Egal, was geschieht, "der Ami" (CIA), "Israel" (Mossad) steckt bestimmt oder sehr wahrscheinlich dahinter, denn...
Und jetzt sind wir wieder mittendrin in der Krimigroteske: mit etwas Phantasie lassen sich stets erwünschte Zusammenhänge und Verstrickungen konstruieren. Mal wird ein Beispiel aus der Geschichte rausgekramt (1956 haben sie es genauso gemacht...) oder es wird gleich generalisiert: die machen das doch immer so. Es gibt keinerlei Belege? Keinerlei Beweise? Da sieht man, wie raffiniert die sind. Und natürlich haben sie überall Einfluss, ja, sie beherrschen und kontrollieren die ganze Welt. Wie soll man da Beweise finden? Da wird doch alles vertuscht, und Beweise werden vernichtet.
Wir sehen: die zunächst offene Frage "cui bono?" wurde längst zur geschlossenen. Es waren sowieso die üblichen Verdächtigen, und wenn man jetzt fragt, ob sie davon profitieren, kann man das zufrieden bejahen. Hurra, der logische Zirkel ist geschlossen, und keiner merkt's. Oder will es gar nicht merken.
Ich möchte das Problem einmal generalisieren: Bei allem, was geschieht, kann es Menschen geben, die unter dem Geschehenen leiden, aber auch Menschen, die davon profitieren, obwohl sie nicht das Geringste mit dem Geschehenen zu tun haben. Beispiel: Ihr Nachbar ist verstorben. Er hat keine Nachkommen, ein Testament liegt nicht vor, er hinterlässt ein Haus mit Grundstück. Ein ziemlich alltägliches Geschehen. Wer immer das Haus bekommt (kauft, ersteigert etc.), profitiert vom Tod des Nachbarn, obwohl er ihn weder kannte noch mit dem Tod irgend etwas zu tun hatte.
Aber, aber. Wir könnten doch mal die Cui bono?-Frage bemühen. Ob sich nicht doch irgendeine Verbindung des Nutznießers zum Verstorbenen nachweisen lässt? Und tatsächlich, wir recherchieren und stellen fest, dass ein ehemaliger Schulfreund des Nutznießers im selben Kegelverein wie eine ehemalige Freundin des Verstorbenen war. Zufall? Aber nein, da steckt viel mehr dahinter. Wurde eigentlich ermittelt? Der Verstorbene starb angeblich eines natürlichen Todes (er war 98 Jahre alt). Angeblich. Da wird doch was vertuscht.
Fazit: wenn wir es wollen, können wir stets einen Zusammenhang zwischen einem beliebigen Geschehen und unseren erwünschten Nutznießern herstellen. Mit Tatsachen hat das Ganze aber nicht das Geringste zu tun.
Heute bei Gerd Buurmann gelesen:
(...)
"Wir haben uns mit unserer Vergangenheit auseinander gesetzt. Jedes Jahr ein bisschen mehr. Heute sitzen wir hier und ganz weit weg von uns die Vergangenheit. Gegenwärtige Probleme werden in Deutschland erst in der Zukunft als Vergangenheit bewältigt!"
(...)
Hier geht's zum lesenswerten Artikel:
https://tapferimnirgendwo.com
Alter Schwede...wenn er noch alt werden kann. Liebe Deutsche, schauen Sie sich genau an, was in Schweden passiert (in ausländischen Medien erfahren Sie mehr. Die deutschen Medien schweigen aus bekannten Gründen...). Dann wissen Sie, was auf sie zukommt (bzw. schon längst zugekommen ist...). Laufen Sie sich schon mal warm. Aber nicht zum Teddybärweitwurf auf die Willkommenen ohne Pass aber mit Smartphone. Sie werden Ihre ganze Kraft für ganz andere Maßnahmen brauchen:
Die berühmte Frage wird im Zuge polizeilicher Ermittlungen zu Recht gestellt: wem nützt es? Wer profitiert vom Tod des Opfers? Wer also hat ein starkes Motiv? Das kennt jeder aus Kriminalromanen und -filmen. Wir haben es dann mit einem sehr begrenzten Kreis von Verdächtigen zu tun. Wir würden wohl lachen, wenn die Ermittler beim Tod der wohlhabenden Oma Hetti die CIA oder den Mossad als Nutznießer anführten. Aber warum eigentlich nicht? Mit viel Phantasie ließe sich da bestimmt irgendein Zusammenhang konstruieren, und in einer Kriminalkomödie oder -groteske würde das vielleicht sogar getan werden.
Die "Cui bono?"-Frage wird besonders in einschlägigen Internetforen bei jeder Gelegenheit gestellt, wenn die Polizei nicht sofort alle Ergebnisse brühwarm mitteilt. Ob das nun für die Ermittlungen sehr schlecht ist, interessiert den Cui bono-Besessenen nicht. Wenn die Polizei was "zu verbergen hat", wird eben das cui bono? bemüht, und schon wissen unsere Meisterdetektive, wer dahintersteckt und warum.
Interessanter Weise gleichen sich die Ermittlungsergebnisse der Wahrheitsfreunde. Egal, was geschieht, "der Ami" (CIA), "Israel" (Mossad) steckt bestimmt oder sehr wahrscheinlich dahinter, denn...
Und jetzt sind wir wieder mittendrin in der Krimigroteske: mit etwas Phantasie lassen sich stets erwünschte Zusammenhänge und Verstrickungen konstruieren. Mal wird ein Beispiel aus der Geschichte rausgekramt (1956 haben sie es genauso gemacht...) oder es wird gleich generalisiert: die machen das doch immer so. Es gibt keinerlei Belege? Keinerlei Beweise? Da sieht man, wie raffiniert die sind. Und natürlich haben sie überall Einfluss, ja, sie beherrschen und kontrollieren die ganze Welt. Wie soll man da Beweise finden? Da wird doch alles vertuscht, und Beweise werden vernichtet.
Wir sehen: die zunächst offene Frage "cui bono?" wurde längst zur geschlossenen. Es waren sowieso die üblichen Verdächtigen, und wenn man jetzt fragt, ob sie davon profitieren, kann man das zufrieden bejahen. Hurra, der logische Zirkel ist geschlossen, und keiner merkt's. Oder will es gar nicht merken.
Ich möchte das Problem einmal generalisieren: Bei allem, was geschieht, kann es Menschen geben, die unter dem Geschehenen leiden, aber auch Menschen, die davon profitieren, obwohl sie nicht das Geringste mit dem Geschehenen zu tun haben. Beispiel: Ihr Nachbar ist verstorben. Er hat keine Nachkommen, ein Testament liegt nicht vor, er hinterlässt ein Haus mit Grundstück. Ein ziemlich alltägliches Geschehen. Wer immer das Haus bekommt (kauft, ersteigert etc.), profitiert vom Tod des Nachbarn, obwohl er ihn weder kannte noch mit dem Tod irgend etwas zu tun hatte.
Aber, aber. Wir könnten doch mal die Cui bono?-Frage bemühen. Ob sich nicht doch irgendeine Verbindung des Nutznießers zum Verstorbenen nachweisen lässt? Und tatsächlich, wir recherchieren und stellen fest, dass ein ehemaliger Schulfreund des Nutznießers im selben Kegelverein wie eine ehemalige Freundin des Verstorbenen war. Zufall? Aber nein, da steckt viel mehr dahinter. Wurde eigentlich ermittelt? Der Verstorbene starb angeblich eines natürlichen Todes (er war 98 Jahre alt). Angeblich. Da wird doch was vertuscht.
Fazit: wenn wir es wollen, können wir stets einen Zusammenhang zwischen einem beliebigen Geschehen und unseren erwünschten Nutznießern herstellen. Mit Tatsachen hat das Ganze aber nicht das Geringste zu tun.
Heute bei Gerd Buurmann gelesen:
(...)
"Wir haben uns mit unserer Vergangenheit auseinander gesetzt. Jedes Jahr ein bisschen mehr. Heute sitzen wir hier und ganz weit weg von uns die Vergangenheit. Gegenwärtige Probleme werden in Deutschland erst in der Zukunft als Vergangenheit bewältigt!"
(...)
"Die toten Juden sind die gute Juden, verbrannte Wohlfühljuden quasi. Die lebendigen Juden nerven nur. Darum können viele Deutsche auch ohne Probleme zeitgleich mit der einen Hand einen Kranz für tote Juden an einem Mahnmal abwerfen und mit der anderen Hand einen Protestbrief gegen Israel verfassen, nicht obwohl, sondern weil es den Holocaust gab und sie aus dem Holocaust gelernt haben, nämlich Israel zu kritisieren, gerade als Deutscher, damit sich die Juden dort so benehmen, wie sie es in Deutschland gelernt haben: wie ein Opfer!"
https://tapferimnirgendwo.com
Alter Schwede...wenn er noch alt werden kann. Liebe Deutsche, schauen Sie sich genau an, was in Schweden passiert (in ausländischen Medien erfahren Sie mehr. Die deutschen Medien schweigen aus bekannten Gründen...). Dann wissen Sie, was auf sie zukommt (bzw. schon längst zugekommen ist...). Laufen Sie sich schon mal warm. Aber nicht zum Teddybärweitwurf auf die Willkommenen ohne Pass aber mit Smartphone. Sie werden Ihre ganze Kraft für ganz andere Maßnahmen brauchen:
„Es gibt jetzt gesetzlose Gebiete in Stockholm. Das Rechtssystem, das der Grundpfeiler jeder Demokratie ist, bricht in Schweden zusammen,“ so der Polizeichef Lars Alversjø. Und Per Magnus Ranstorp, Experte für Terrorismus und Radikalisierung geht noch weiter: „In den schlimmsten Gegenden, haben die Extremisten bereits übernommen. Die ganze Justiz und der Frieden sind bedroht, angesichts der Tatsachen, dass die Polizei zusammenbricht. Und es wird schlimmer werden. Schweden befindet sich in einer desaströsen Situation“, fährt der Terrorexperte fort. Laut schwedischen Sicherheitsbehörden befinden sich tausende Islamisten im Land. Ihr Vorbild: Der Islamische Staat. In vielen Gegenden ist es Behördenangestellten nur noch unter Polizeischutz möglich, ihrer Arbeit nachzugehen." (Quelle: Jouwatch)
Sunday, 25 June 2017
Das Gerücht - der Teufel möge es holen
Das Gerücht ist eine der widerwärtigsten Formen der Kolportage. Ob Hexenverbrennungen oder Judenpogrome. All diese Grausamkeiten haben ihren Ursprung im Gerücht. Theodor W. Adorno definierte Antisemitismus als "das Gerücht über die Juden".
Das vielleicht reifste Gebot der Tora* lautet: du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten. In einer rechtsstaatlichen Rechtsprechung finden wir es wieder unter falsche Anschuldigung, Verleumdung, Rufmord. Zu Recht werden diese Delikte schwer geahndet, denn Gerüchte können einzelne Menschen, aber auch ganze Gruppen zugrunderichten. Das reicht vom Verlust des Arbeitsplatzes bis zum Mord.
Ob ein Gerücht erfolgreich ist, also von vielen ohne Prüfung geglaubt wird, hängt vom Zeitgeist ab. In den Zeiten der Hexenverfolgung reichte schon die Behauptung einer eifersüchtigen Frau, die Nachbarin treibe Hexerei, aus, um den Scheiterhaufen anzuzünden. Je schneller sich ein Gerücht verbreiten kann, desto gefährlicher ist es für die Inkriminierten. Im Zeitalter des Internets ist es brandgefährlich. Erschwerend hinzu kommt ein geradezu endemischer und gefährlicher Denkfehler: wenn so viele es sagen, muss doch was dran sein.
Ich möchte mal an einem fiktiven aber nicht unwahrscheinlichen Beispiel zeigen, wie so eine Dynamik aussehen kann:
Herr A. ist wahnkrank. Selbstverständlich ist er der gegenteiligen Ansicht. Wie die meisten Paranoiker spürt er weder einen Leidensdruck, noch zeigt er Krankheitseinsicht. Im Gegenteil, alle anderen sehen "die Wahrheit" nicht. Herr A. ist davon überzeugt, dass sein Nachbar ihn vergiften will und zwar mit dem Wasser, mit dem er seinen Garten wässert. As Frau hat sich scheiden lassen und die Kinder mitgenommen. Ganz klar, auch sie ist blind oder kollaboriert mit dem Nachbarn. Herr A. erstattet Anzeige, und wir nehmen hier einfach an, die Polizei geht tatsächlich der Sache nach. Man entnimmt Wasserproben, analysiert, das Ergebnis ist natürlich negativ. Für A sagt das gar nichts. Der Nachbar war zu gerissen und hat die Proben ausgetauscht, das Labor hat einen Fehler gemacht oder noch wahrscheinlicher, die Polizei, ja alle "die da oben" sind daran beteiligt.
Bis hierher würde wohl jeder klar sehen, dass A "spinnt", dass er eben ein Paranoiker ist. Gibt es ja. Aber jetzt passiert's: A findet ein Internetforum mit sagen wir 1000 Teilnehmern, deren Paranoia ähnlich ausgelenkt ist. Alle 1000 sind davon überzeugt, dass der Nachbar ihnen schaden will. In diesen Foren wird nicht etwa kontrovers diskutiert, für und wider abgewogen, sondern hier bestätigt jeder jeden. Ein recht neuer und treffender Begriff für diese Foren ist "Echokammer". Die Teilnehmer wollen auf keinen Fall korrigiert werden, sie wollen nur ihr eigenes Echo hören. Herr A stellt befriedigt fest, dass 999 Foristen ihm recht geben. Dabei sind die über ganz Deutschland oder sogar weltweit verteilt. Das alles kann doch kein Zufall sein. Nun machen wir aus 1000 mal eben 100.000. Hunderttausend Internetteilnehmer behaupten zum Beispiel, in Israel werde alle 10 Minuten ein palästinensisches Kind getötet (kürzlich behauptet). Belege dafür? Aber nein? Aber wozu auch? 100.000, in Worten hunderttausend Menschen können sich doch nicht irren. Da muss doch was dran sein?
Muss es eben nicht. Überhaupt nicht. Denken wir an Herrn A. Wir sehen aber deutlich, was Gerüchte, was gezielt falsche Behauptungen anrichten können, wenn sie multipliziert auftreten. Die Verfasser der Tora wussten das und haben deshalb dieses Gebot (Gesetz) formuliert. Eine falsche Behauptung wird nicht wahrer, auch wenn beliebig viele sie aussprechen.
Die Urheber derartiger Gerüchte sind beileibe nicht immer Paranoiker. Oft sind es schlicht bösartige Menschen. Und der Zeitgeist beflügelt das Ganze, denn Antisemitismus (auch in seinen modischen Verkleidungen) ist en vogue. Na, und für Merkels Gäste ohnehin das täglich Koran-Brot.
*Das Gebot wurde erst nötig, als sich städtische Strukturen bildeten (älteste Stadt ist Jericho), fremde Menschen also relativ eng zusammenlebten. Gerüchte konnten sich so schneller verbreiten.
Das Gerücht ist eine der widerwärtigsten Formen der Kolportage. Ob Hexenverbrennungen oder Judenpogrome. All diese Grausamkeiten haben ihren Ursprung im Gerücht. Theodor W. Adorno definierte Antisemitismus als "das Gerücht über die Juden".
Das vielleicht reifste Gebot der Tora* lautet: du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten. In einer rechtsstaatlichen Rechtsprechung finden wir es wieder unter falsche Anschuldigung, Verleumdung, Rufmord. Zu Recht werden diese Delikte schwer geahndet, denn Gerüchte können einzelne Menschen, aber auch ganze Gruppen zugrunderichten. Das reicht vom Verlust des Arbeitsplatzes bis zum Mord.
Ob ein Gerücht erfolgreich ist, also von vielen ohne Prüfung geglaubt wird, hängt vom Zeitgeist ab. In den Zeiten der Hexenverfolgung reichte schon die Behauptung einer eifersüchtigen Frau, die Nachbarin treibe Hexerei, aus, um den Scheiterhaufen anzuzünden. Je schneller sich ein Gerücht verbreiten kann, desto gefährlicher ist es für die Inkriminierten. Im Zeitalter des Internets ist es brandgefährlich. Erschwerend hinzu kommt ein geradezu endemischer und gefährlicher Denkfehler: wenn so viele es sagen, muss doch was dran sein.
Ich möchte mal an einem fiktiven aber nicht unwahrscheinlichen Beispiel zeigen, wie so eine Dynamik aussehen kann:
Herr A. ist wahnkrank. Selbstverständlich ist er der gegenteiligen Ansicht. Wie die meisten Paranoiker spürt er weder einen Leidensdruck, noch zeigt er Krankheitseinsicht. Im Gegenteil, alle anderen sehen "die Wahrheit" nicht. Herr A. ist davon überzeugt, dass sein Nachbar ihn vergiften will und zwar mit dem Wasser, mit dem er seinen Garten wässert. As Frau hat sich scheiden lassen und die Kinder mitgenommen. Ganz klar, auch sie ist blind oder kollaboriert mit dem Nachbarn. Herr A. erstattet Anzeige, und wir nehmen hier einfach an, die Polizei geht tatsächlich der Sache nach. Man entnimmt Wasserproben, analysiert, das Ergebnis ist natürlich negativ. Für A sagt das gar nichts. Der Nachbar war zu gerissen und hat die Proben ausgetauscht, das Labor hat einen Fehler gemacht oder noch wahrscheinlicher, die Polizei, ja alle "die da oben" sind daran beteiligt.
Bis hierher würde wohl jeder klar sehen, dass A "spinnt", dass er eben ein Paranoiker ist. Gibt es ja. Aber jetzt passiert's: A findet ein Internetforum mit sagen wir 1000 Teilnehmern, deren Paranoia ähnlich ausgelenkt ist. Alle 1000 sind davon überzeugt, dass der Nachbar ihnen schaden will. In diesen Foren wird nicht etwa kontrovers diskutiert, für und wider abgewogen, sondern hier bestätigt jeder jeden. Ein recht neuer und treffender Begriff für diese Foren ist "Echokammer". Die Teilnehmer wollen auf keinen Fall korrigiert werden, sie wollen nur ihr eigenes Echo hören. Herr A stellt befriedigt fest, dass 999 Foristen ihm recht geben. Dabei sind die über ganz Deutschland oder sogar weltweit verteilt. Das alles kann doch kein Zufall sein. Nun machen wir aus 1000 mal eben 100.000. Hunderttausend Internetteilnehmer behaupten zum Beispiel, in Israel werde alle 10 Minuten ein palästinensisches Kind getötet (kürzlich behauptet). Belege dafür? Aber nein? Aber wozu auch? 100.000, in Worten hunderttausend Menschen können sich doch nicht irren. Da muss doch was dran sein?
Muss es eben nicht. Überhaupt nicht. Denken wir an Herrn A. Wir sehen aber deutlich, was Gerüchte, was gezielt falsche Behauptungen anrichten können, wenn sie multipliziert auftreten. Die Verfasser der Tora wussten das und haben deshalb dieses Gebot (Gesetz) formuliert. Eine falsche Behauptung wird nicht wahrer, auch wenn beliebig viele sie aussprechen.
Die Urheber derartiger Gerüchte sind beileibe nicht immer Paranoiker. Oft sind es schlicht bösartige Menschen. Und der Zeitgeist beflügelt das Ganze, denn Antisemitismus (auch in seinen modischen Verkleidungen) ist en vogue. Na, und für Merkels Gäste ohnehin das täglich Koran-Brot.
*Das Gebot wurde erst nötig, als sich städtische Strukturen bildeten (älteste Stadt ist Jericho), fremde Menschen also relativ eng zusammenlebten. Gerüchte konnten sich so schneller verbreiten.
Saturday, 24 June 2017
Nichts Neues
Wenn's um Forderungen, lautstarke Proteste gegen Juden, gegen Israel, für Erdogan, wenn's um das große Jammern und Klagen geht (Berlin), sind ganz schnell ein paar tausend Muslime munter und mobil auf den Straßen. Das ist ehrlich. Wenn's um die Massenmörder aus den eigenen Reihen geht, ist Trägheit und Desinteresse angesagt. Auch das ist ehrlich.
Interessant ist nur, wie die unterwürfigen deutschen Medien diese erbärmlichen Tatsachen so verdrehen, dass am Ende ehrliche und friedfertige Muslime aus den Zeilen purzeln. Zumindest für die deutschen Schlafmützen, die ihren Augen nicht trauen: sie sehen was, was gar nicht da ist, und sie sehen nicht, was leicht zu sehen ist. Aber warum sollte das in diesem Jahrhundert anders laufen?
https://philosophia-perennis.com/2017/06/24/nicht-mit-uns-2/
Und wenn ein Blog nicht reicht, hier noch eine hoch angesehene, seriöse Zeitung über das, was nicht gesehen wird bzw. nicht gesehen werden will:
http://bazonline.ch/ausland/europa/die-verdeckte-islamisierung-europas/story/14767918
Wenn's um Forderungen, lautstarke Proteste gegen Juden, gegen Israel, für Erdogan, wenn's um das große Jammern und Klagen geht (Berlin), sind ganz schnell ein paar tausend Muslime munter und mobil auf den Straßen. Das ist ehrlich. Wenn's um die Massenmörder aus den eigenen Reihen geht, ist Trägheit und Desinteresse angesagt. Auch das ist ehrlich.
Interessant ist nur, wie die unterwürfigen deutschen Medien diese erbärmlichen Tatsachen so verdrehen, dass am Ende ehrliche und friedfertige Muslime aus den Zeilen purzeln. Zumindest für die deutschen Schlafmützen, die ihren Augen nicht trauen: sie sehen was, was gar nicht da ist, und sie sehen nicht, was leicht zu sehen ist. Aber warum sollte das in diesem Jahrhundert anders laufen?
https://philosophia-perennis.com/2017/06/24/nicht-mit-uns-2/
Und wenn ein Blog nicht reicht, hier noch eine hoch angesehene, seriöse Zeitung über das, was nicht gesehen wird bzw. nicht gesehen werden will:
http://bazonline.ch/ausland/europa/die-verdeckte-islamisierung-europas/story/14767918
Friday, 23 June 2017
Wen befreien wir denn mal?
Die Linke hat ein Problem. Sie will immer irgend jemanden befreien, erlösen könnte man sagen, denn der Marxismus lässt sich auch als säkularer Messianismus auffassen. Statt eines Erlösers kommt die Erlösung, Erlösung des ausgebeuteten und geknechteten Proletariats, das eschatologische Ziel ist dann der Kommunismus, eine ausbeutungsfreie Gesellschaft, der paradiesische Endzustand.
Aber was tat und tut der dumme, undankbare Proletarier? Es interessiert ihn nicht die Bohne. Im Gegenteil, er verrät die richtige Sache. Wenn er ehrgeizig ist, versucht er sich hochzuarbeiten (Pfui, er macht sich mit seinen Unterdrückern gemein), wenn nicht, richtet er sich ein gemütliches Leben vor dem Fernseher ein, glotzt dummes Zeug anstatt Arbeiterlieder zu üben und gegen die Ausbeuter auf die Straße zu gehen. Mit so etwas ist kein linker Blumenpott zu gewinnen. Die Arbeiter haben also versagt. Was tun? Zunächst sauer werden. Da widmet man jede freie Minute dem Befreiungskampf, und diese undankbaren Deppen wissen das überhaupt nicht zu würdigen. Na wartet...
Also den Proletarier kann man abhaken, er ist das Geld nicht wert, das für Transparente und Megaphone bezahlt werden muss. Wen kann man noch befreien? Die Natur zum Beispiel. Vor allem Tiere und Pflanzen. Die haben nichts zu sagen, sitzen nicht dumpf vor dem Fernseher. Wenn man denen sagt, dass sie befreit werden müssen, gibt's keine Widerrede. Ob Borkenkäfer, Wale oder Regenwälder. Die Linken, jetzt ganz Naturaktivisten, befreien, was das Zeug hält. Und wenn mal keine Kuhställe oder Schweinezuchtbetriebe gestürmt werden können, kann man sich immer noch an Gleise ketten, um den Transport von Atommüll aufzuhalten. Irgendwas geht immer. Aber so richtig zufrieden macht das nicht. So eine befreite Kuh sagt nicht mal danke und schließt sich nicht mal der Bewegung an. Und wer hält schon gerne saftige Reden vor Borkenkäfern?
Doch die Rettung der Sache naht: die "Flüchtlinge" kommen. Heureka. Die neuen Proletarier kommen, endlich gibt's wieder was zu befreien. Um Hilfe geht es ja nicht. Die kann man viel besser in der Nähe der Bürgerkriegsländer leisten. Man könnte Flüchtlingslager errichten, die echten(!) Flüchtlinge versorgen, ihnen sogar eine Aus- oder Weiterbildung ermöglichen, sodass sie ihr zerstörtes Land nach dem Ende des Bürgerkrieges wieder aufbauen können. "Ein Dollar in Dohuk im Irak eingesetzt hat die dreißigfache Wirkung wir ein in München eingesetzter Dollar."*
Aber, wie gesagt, um Hilfe geht es nicht. Es geht um "Befreiung". Zu dem Zweck müssen die "Flüchtlinge" unbedingt ins Land. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum diese Flüchtlinge unbedingt integriert werden sollen? Stellen Sie sich vor, in Deutschland herrschte Bürgerkrieg, und Sie fliehen nach China (nur ein Beispiel). Sie bleiben dort in einem Flüchtlingslager bis Sie nach Deutschland zurückkehren können. Man würde Sie mit dem Nötigsten versorgen, und wenn Sie ein anständiger Mensch sind, zeigten Sie Dankbarkeit. Aber wer würde Sie dort unbedingt integrieren wollen? Warum denn?
Nein, die Flüchtlinge müssen nun "geschützt werden vor dem harten Staat". Auf diese Weise wurde die obsolet gewordene Figur "Befreiung des Proletariats" neu gemünzt. Endlich wieder ein nützliches historisches Subjekt, das man irgendwie links befreien konnte. Dass es dem nutzlosen "Pack", der bewusstlosen Steuerzahlerklasse immer mulmiger wird, dass Gewalttätigkeiten gegen die indigene Bevölkerung seit 2015 sowohl qualitativ als auch quantitativ enorm gestiegen sind**, schwere Körperverletzungen, Morde, Vergewaltigungen, sexuelle Übergriffe in hoher Zahl seitdem zur Tagesordnung gehören, kümmert die linken Befreier wenig. Wer immer nur das große Ganze im Auge hat, sieht die Scheußlichkeiten vor seinen Füßen nicht, will sie auch nicht sehen. Hauptsache, der verhasste Westen wird endlich in die Knie gezwungen. Dazu Rolf Peter Sieferle: "Ist der islamistische Scharia-Staat, der daraus resultieren wird, aber tatsächlich das Ziel der Linken? Oder hoffen sie in ihrer unendlichen Geschichtsblindheit, sie könnten die Dschihadisten gegen den gemeinsamen Feind, den Westen (...) instrumentalisieren, um aus den Trümmern der alten Gesellschaft schließlich die sozialistische Weltrepublik aufsteigen zu lassen?"***
Auch den starrsinnigsten Linken wird ihr tödlicher Irrtum sehr bald klar werden. Ihre verstaubte Begrifflichkeit taugt nur für den (toten) Leninismus.
*Entwicklungshilfeminister Gerd Müller in einem Interview 2016
**Offizielle Kriminalstatistik: Die Kriminalitätsbelastung der Asylbewerber ist doppelt so hoch wie bei den übrigen Ausländern und 7-mal so hoch wie bei den deutschen Staatsbürgern. Bei Mord ist sie 10-mal so hoch, bei Gruppenvergewaltigung 34-mal so hoch.
***Rolf Peter Sieferle: Das Migrations-Problem, S.34
Die Linke hat ein Problem. Sie will immer irgend jemanden befreien, erlösen könnte man sagen, denn der Marxismus lässt sich auch als säkularer Messianismus auffassen. Statt eines Erlösers kommt die Erlösung, Erlösung des ausgebeuteten und geknechteten Proletariats, das eschatologische Ziel ist dann der Kommunismus, eine ausbeutungsfreie Gesellschaft, der paradiesische Endzustand.
Aber was tat und tut der dumme, undankbare Proletarier? Es interessiert ihn nicht die Bohne. Im Gegenteil, er verrät die richtige Sache. Wenn er ehrgeizig ist, versucht er sich hochzuarbeiten (Pfui, er macht sich mit seinen Unterdrückern gemein), wenn nicht, richtet er sich ein gemütliches Leben vor dem Fernseher ein, glotzt dummes Zeug anstatt Arbeiterlieder zu üben und gegen die Ausbeuter auf die Straße zu gehen. Mit so etwas ist kein linker Blumenpott zu gewinnen. Die Arbeiter haben also versagt. Was tun? Zunächst sauer werden. Da widmet man jede freie Minute dem Befreiungskampf, und diese undankbaren Deppen wissen das überhaupt nicht zu würdigen. Na wartet...
Also den Proletarier kann man abhaken, er ist das Geld nicht wert, das für Transparente und Megaphone bezahlt werden muss. Wen kann man noch befreien? Die Natur zum Beispiel. Vor allem Tiere und Pflanzen. Die haben nichts zu sagen, sitzen nicht dumpf vor dem Fernseher. Wenn man denen sagt, dass sie befreit werden müssen, gibt's keine Widerrede. Ob Borkenkäfer, Wale oder Regenwälder. Die Linken, jetzt ganz Naturaktivisten, befreien, was das Zeug hält. Und wenn mal keine Kuhställe oder Schweinezuchtbetriebe gestürmt werden können, kann man sich immer noch an Gleise ketten, um den Transport von Atommüll aufzuhalten. Irgendwas geht immer. Aber so richtig zufrieden macht das nicht. So eine befreite Kuh sagt nicht mal danke und schließt sich nicht mal der Bewegung an. Und wer hält schon gerne saftige Reden vor Borkenkäfern?
Doch die Rettung der Sache naht: die "Flüchtlinge" kommen. Heureka. Die neuen Proletarier kommen, endlich gibt's wieder was zu befreien. Um Hilfe geht es ja nicht. Die kann man viel besser in der Nähe der Bürgerkriegsländer leisten. Man könnte Flüchtlingslager errichten, die echten(!) Flüchtlinge versorgen, ihnen sogar eine Aus- oder Weiterbildung ermöglichen, sodass sie ihr zerstörtes Land nach dem Ende des Bürgerkrieges wieder aufbauen können. "Ein Dollar in Dohuk im Irak eingesetzt hat die dreißigfache Wirkung wir ein in München eingesetzter Dollar."*
Aber, wie gesagt, um Hilfe geht es nicht. Es geht um "Befreiung". Zu dem Zweck müssen die "Flüchtlinge" unbedingt ins Land. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum diese Flüchtlinge unbedingt integriert werden sollen? Stellen Sie sich vor, in Deutschland herrschte Bürgerkrieg, und Sie fliehen nach China (nur ein Beispiel). Sie bleiben dort in einem Flüchtlingslager bis Sie nach Deutschland zurückkehren können. Man würde Sie mit dem Nötigsten versorgen, und wenn Sie ein anständiger Mensch sind, zeigten Sie Dankbarkeit. Aber wer würde Sie dort unbedingt integrieren wollen? Warum denn?
Nein, die Flüchtlinge müssen nun "geschützt werden vor dem harten Staat". Auf diese Weise wurde die obsolet gewordene Figur "Befreiung des Proletariats" neu gemünzt. Endlich wieder ein nützliches historisches Subjekt, das man irgendwie links befreien konnte. Dass es dem nutzlosen "Pack", der bewusstlosen Steuerzahlerklasse immer mulmiger wird, dass Gewalttätigkeiten gegen die indigene Bevölkerung seit 2015 sowohl qualitativ als auch quantitativ enorm gestiegen sind**, schwere Körperverletzungen, Morde, Vergewaltigungen, sexuelle Übergriffe in hoher Zahl seitdem zur Tagesordnung gehören, kümmert die linken Befreier wenig. Wer immer nur das große Ganze im Auge hat, sieht die Scheußlichkeiten vor seinen Füßen nicht, will sie auch nicht sehen. Hauptsache, der verhasste Westen wird endlich in die Knie gezwungen. Dazu Rolf Peter Sieferle: "Ist der islamistische Scharia-Staat, der daraus resultieren wird, aber tatsächlich das Ziel der Linken? Oder hoffen sie in ihrer unendlichen Geschichtsblindheit, sie könnten die Dschihadisten gegen den gemeinsamen Feind, den Westen (...) instrumentalisieren, um aus den Trümmern der alten Gesellschaft schließlich die sozialistische Weltrepublik aufsteigen zu lassen?"***
Auch den starrsinnigsten Linken wird ihr tödlicher Irrtum sehr bald klar werden. Ihre verstaubte Begrifflichkeit taugt nur für den (toten) Leninismus.
*Entwicklungshilfeminister Gerd Müller in einem Interview 2016
**Offizielle Kriminalstatistik: Die Kriminalitätsbelastung der Asylbewerber ist doppelt so hoch wie bei den übrigen Ausländern und 7-mal so hoch wie bei den deutschen Staatsbürgern. Bei Mord ist sie 10-mal so hoch, bei Gruppenvergewaltigung 34-mal so hoch.
***Rolf Peter Sieferle: Das Migrations-Problem, S.34
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