Eine Frau(!) redet Tachless. Na, das wird aber einen #aufschrei geben bei den Schwestern...
http://www.danisch.de/blog/2016/05/20/camille-paglia-universities-are-an-absolute-wreck-right-now/#more-13351
In meinem Blog dürfen Finger in alle Wunden gelegt werden, egal, ob die Wunden rechts, links oder in der Mitte liegen. Es darf frech und gerne witzig geschrieben werden. Justiziable Kommentare werden grundsätzlich nicht veröffentlicht. Wenn Sie etwas in meine Kaffeekasse legen möchten, wäre das natürlich sehr nett. Meine PayPal-Adresse: erikativum@yahoo.co.uk Vielen Dank!
Saturday, 21 May 2016
Thursday, 19 May 2016
Heute möchte ich Patrick Bahners schönen Nachruf auf den großartigen Historiker Fritz Stern verlinken. In diesem Zusammenhang fällt mir das bewegende Interview mit Gisèle Freund in Israel ein. Fast tonlos und traurig sagte sie (aus dem Gedächtnis zitiert): "Die Deutschen werden von vielen gefürchtet, von einigen bewundert, von sehr vielen belächelt. Geliebt wurden sie nur von den Juden."
Auszüge:
Er machte es einem leicht, das Geschenk seiner Zuwendung anzunehmen, weil er die unverdiente Gabe in jenen Witz verpackte, von dem das zitierte Wortspiel aus der Friedenspreisrede eine charakteristische Probe gibt. Die Deutschen und Leute wie er, der Arztsohn aus Breslau, ehemalige Deutsche, denen der deutsche Staat das Deutschsein und alle Bürgerrechte abgesprochen und geraubt hatte, sollten einander als freie Menschen begegnen, in intellektueller Neugier, obwohl sich auf beiden Seiten emotionale Bedürfnisse aufgestaut hatten, die sowohl die Dauerkonjunktur deutsch-jüdischer Themen in der Kulturwissenschaft der Bundesrepublik zu erklären helfen als auch die Arbeitsschwerpunkte Fritz Sterns, der seine großen Bücher über die antiliberale Stimmungsmache der deutschen Kulturkritik schrieb („Kulturpessimismus als politische Gefahr“) und über das Vertrauensverhältnis zwischen Bismarck und dessen jüdischem Bankier Bleichröder („Gold und Eisen“).
(...)
Fritz Stern bewunderte die deutsche Vergangenheitsbewältigung, aber er sah mit Unbehagen, dass in ihren Formen eine politische Religiosität wiederkehrte, die mit seinem amerikanischen Liberalismus nicht vereinbar war. Warum kamen die Lichterketten ohne Reden aus? Wer sich engagiert, muss das Wort ergreifen.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/eines-heine-wuerdig-zum-tod-des-historikers-fritz-stern-14240231.html
Noch was:
In München kann eine Theateraufführung nur unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden, denn Salman Rushdies "Satanische Verse" wurden dramatisiert! Die Schauspieler und Zuschauer fürchten sich wohl ein wenig vor der arabischen Friedensbewegung. Zeitgleich wird in der friedlich-tolerant-islamischen Welt der Preis für die besten anti-israelischen Karikaturen verliehen. Sicherheitsvorkehrungen sind dort selbstverständlich nicht nötig. Eine gut gelaunte Sprecherin meinte auf "NDR Kultur" (Internetradio), dass diese Preisverleihung in einigen Ländern umstritten sei. Da schließe ich mich vollinhaltlich Max Liebermann an: Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte.
Wednesday, 18 May 2016
Die Sorgen der Kriegsflüchtlinge
Nur knapp dem Bombenhagel entkommen, fühlen sich die vielen verfolgten Syrer aus aller Welt in Deutschland nicht ganz unwohl. Trotzdem gibt es einiges zu kritisieren. Jeder, der schon einmal vor dem sicheren Tod gerettet wurde, wird diese Anklagepunkte verstehen:
Eine afrikanische Flüchtlingsfrau, 35, nur knapp dem Tode entfleucht: "In Ghana gibt es jeden Tag Musik und Tanz, viel Spaß. Auf der Straße und im Haus. Hier ist es eher leise. Am Anfang war das nicht leicht für mich. Ich dachte zuerst, die Menschen sind nicht nett."
Hier muss Deutschland nachbessern. Mehr Singen und Tanzen, mehr Lärm. Herr Maas, übernehmen Sie.
Eine 40jährige Syrerin, die den Häschern Assads entkommen ist: "Um fünf oder sechs Uhr machen die kleinen Geschäfte in der Stadt zu. Die großen Supermärkte haben bis acht Uhr abends auf. In Syrien kann man bis spät in die Nacht einkaufen gehen. Viel Geschäfte haben sogar 24 Stunden geöffnet. So etwas habe ich in Deutschland bisher gar nicht gesehen."
Ein Iraner, 24: "Nachts sind die Straßen in Deutschland wie ausgestorben. Es ist sehr dunkel. Das mag ich nicht so gern. Im Iran haben die Geschäfte lange auf, bis zehn, elf, zwölf Uhr. Dadurch ist es heller. Viele Leute sind auf der Straße. Gehen spazieren, spielen Volleyball oder Fußball im Park. Auch spät am Abend noch."
So geht das aber nicht! Deutschland, mach was. Helft den schwer Traumatisierten und veranstaltet auch nachts Volleyball- und Fußballspiele auf den Straßen. Frau Göring-Eckardt, das wäre doch was für Sie!
Nur knapp dem Bombenhagel entkommen, fühlen sich die vielen verfolgten Syrer aus aller Welt in Deutschland nicht ganz unwohl. Trotzdem gibt es einiges zu kritisieren. Jeder, der schon einmal vor dem sicheren Tod gerettet wurde, wird diese Anklagepunkte verstehen:
Eine afrikanische Flüchtlingsfrau, 35, nur knapp dem Tode entfleucht: "In Ghana gibt es jeden Tag Musik und Tanz, viel Spaß. Auf der Straße und im Haus. Hier ist es eher leise. Am Anfang war das nicht leicht für mich. Ich dachte zuerst, die Menschen sind nicht nett."
Hier muss Deutschland nachbessern. Mehr Singen und Tanzen, mehr Lärm. Herr Maas, übernehmen Sie.
Eine 40jährige Syrerin, die den Häschern Assads entkommen ist: "Um fünf oder sechs Uhr machen die kleinen Geschäfte in der Stadt zu. Die großen Supermärkte haben bis acht Uhr abends auf. In Syrien kann man bis spät in die Nacht einkaufen gehen. Viel Geschäfte haben sogar 24 Stunden geöffnet. So etwas habe ich in Deutschland bisher gar nicht gesehen."
Ein Iraner, 24: "Nachts sind die Straßen in Deutschland wie ausgestorben. Es ist sehr dunkel. Das mag ich nicht so gern. Im Iran haben die Geschäfte lange auf, bis zehn, elf, zwölf Uhr. Dadurch ist es heller. Viele Leute sind auf der Straße. Gehen spazieren, spielen Volleyball oder Fußball im Park. Auch spät am Abend noch."
So geht das aber nicht! Deutschland, mach was. Helft den schwer Traumatisierten und veranstaltet auch nachts Volleyball- und Fußballspiele auf den Straßen. Frau Göring-Eckardt, das wäre doch was für Sie!
Tuesday, 3 May 2016
Aus Zeitgründen möchte ich heute nur einen FAZ-Artikel verlinken, dem ich nichts hinzuzufügen habe. Er hebt sich wohltuend aus dem Meer der Dummheiten hervor durch - Klugheit.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/regierungsstil-merkels-neue-kleider-14212048.html
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/regierungsstil-merkels-neue-kleider-14212048.html
Friday, 22 April 2016
Und wenn die AfD einfach sagt, was sie meint?
Kaum auszudenken, das kann gar nicht sein. Presse-und andere Stimmen überschlagen sich. Erst heute hat eine Dame in einem Kommentar auf NDR Kultur (Radiosender) mit Migrationshintergrund akzentfrei ihre Stimme überschlagen lassen: Islamfeinde, Islamhasser, Hetzer und das ganze volle Programm. Die Partei will durch ihre heimtückisch „gemäßigten“ Töne nur von ihren sinistren Plänen ablenken. Rassismus schlimmster Couleur, aber nicht so simpel, wie er in den Schulbüchern beschrieben wird, so die aufgeregte NDR-Kultur-Dame.
Was hat die AfD denn nun in böser Absicht gesagt? Sie hat gesagt: der Islam gehört nicht zu Deutschland, einige (integrierte, Anm. von mir) Muslime schon. Den Worten nach also hat diese Partei nichts gegen integrierte Muslime. Die Medien schäumen. Warum eigentlich?
Was bedeutet eigentlich Integration im Gegensatz zur (Über-)Assimilation. Letztere kann sich vollziehen, darf aber nie gefordert werden. Assimilation meint die völlige Anpassung an die Kultur, Tradition, an den gesamten Lebensstil der Gastgesellschaft. Wie schon geschrieben, das kann geschehen. Vor allem Menschen, die aus größter Not geflohen sind, übernehmen manchmal alles, sie wollen mit ihrer Muttersprache nichts mehr zu tun haben*, sie übernehmen die Tradition des Gastlandes vollkommen. Türken, die in Bayern Lederhosen tragen, das Schuhplatteln erlernen und am liebsten Weißwurst essen wären (über-)assimilierte Einwanderer.
Diese Assimilation darf niemals gefordert werden. Das wäre erstens unmenschlich, und zweitens würde diese Überanpassung tatsächlich die durchaus begrüßenswerte kulturelle Vielfalt austrocknen. Die Gesellschaft würde kulturell veröden.
Dagegen bedeutet die zu fordernde(!) Integration das bedingungslose Akzeptieren der gesellschaftlichen Regeln und vor allem der Gesetzgebung des Gastlandes. Diese Integration ist nicht verhandelbar. Das Gesetz des Landes ist bindend für alle, unabhängig von der Herkunft, der eigenen Tradition, der eigenen privaten Ansicht.
Für den Islam ist die Scharia bindend, und diese ist nicht mit den Gesetzen des Landes Deutschland vereinbar. Kurz: der Islam, den man eben nicht ohne die Scharia haben kann, gehört nicht zu Deutschland. Und das heißt auch, dass Muslime, die in Deutschland leben wollen, die Scharia außer Kraft setzen müssen insofern, als sie als Gesetzgebung weder privat noch öffentlich zur Anwendung kommt.
Vielleicht hat die AfD nur genau sagt, was sie meint…
*Es gibt überlebende deutsche Juden, die ihre über alles geliebte Muttersprache nach der Rettung von der Shoah nie wieder gesprochen haben.
Monday, 11 April 2016
Erdogan, der Vizekanzler
Es geht nicht um das dümmliche Böhmermann-Geschreibsel, in dem er Endogan u.a. einen Ziegenfi**er genannt hat. Das ist eine grobe Beleidigung, und es steht jeder Privatperson frei, eine Klage einzureichen. Und Erdogan steht es frei, sich zu ärgern und sich beleidigt zu fühlen. Er darf auch laut protestieren, er darf auch Böhmermann zur persona non grata erklären. Aber damit hat es sich. Was Erdogan fordert, ist ungeheuerlich. Er fordert ausgerechnet von der Bundesregierung die Bestrafung des Schwachsatirikers. Damit zeigt er nicht nur, dass er von einem Rechtsstaat nichts weiß - dieser hat eine unabhängige Judikative -, sondern er regiert ganz frech in die Politik eines fremden Landes hinein. Könnte man sich vorstellen, dass Frau Merkel von Erdogan die Bestrafung eines Türken fordert, der die Kanzlerin beleidigt hat? Und hat sie die Verhaftung der vielen Griechen gefordert, die Merkel in Nazi-Uniform darstellten? Vielleicht hat sie sich eine Bestrafung sogar gewünscht, nur hätte man sie einfach ausgelacht.
Merkel hat durch ihren verhängnisvollen und vollkommen nutzlosen „Flüchtlings“-Deal den osmanischen Despoten zum Vizekanzler gemacht. Er hat sie in der Hand. Wenn du keine Araber mehr willst, regierst du nach meiner Pfeife. Sonst schicke ich dir die explosivsten Flüchtlinge nach Berlin. Ich muss es wiederholen: was sagte Schröder über Merkel? „Sie kann es nicht.“ Wo er Recht hat…
Sunday, 3 April 2016
Anlässlich des Todes von Imre Kertész
möchte ich aus seinem Buch „ Letzte Einkehr“ (der englische Titel ist besser: The Last Refuge, letzte Zuflucht) zitieren:
„Europa wird bald wegen seines bisherigen Liberalismus untergehen, der sich als kindlich und selbstmörderisch erwiesen hat. Europa hat Hitler hervorgebracht; und nach Hitler steht hier ein Kontinent ohne Argumente: die Türen weit offen für den Islam; er wagt es nicht länger über Rasse und Religion zu reden, während der Islam gleichzeitig einzig die Sprache des Hasses gegen alle ausländischen Rassen und Religionen kennt. Ich würde darüber reden, wie Muslime Europa überfluten, besetzen und unmissverständlich vernichten; darüber, wie Europa sich damit identifiziert, über den selbstmörderischen Liberalismus und die dumme Demokratie. Es endet immer auf dieselbe Weise: Die Zivilisation erreicht eine Reifestufe, auf der sie nicht nur unfähig ist sich zu verteidigen, sondern auf der sie in scheinbar unverständlicher Weise seinen eigenen Feind anbetet.“
Es lebe der Streisand-Effekt
Die FAZ liegt sicher richtig, wenn sie Jan Böhmermanns angeblich satirisches Gedicht als dümmliche Schmähkritik verbucht. Der witzige Karl Kraus sagte einmal, Satire, die der Zensor versteht, würde mit Recht verboten. Dieses schöne Bonmot verweist auf den hohen literarischen Anspruch einer guten Satire. In ihr muss das zu Sagende witzig und so geschickt verklausuliert werden, dass (heute wieder sehr aktuell) Zensoren nicht so recht wissen, wie der Text gemeint ist.
Tucholsky meinte, Satire dürfe alles. Stimmt, sie darf sogar schlecht sein. FAZ-Feuilletonist Michael Hanfeld tappt in die selbst gestellte Begriffsfalle, wenn er schreibt, dass „er (Böhmermann) zeigt, was Satire nicht darf und was Schmähkritik bedeutet.“ Herr Hanfeld, Satire darf alles, aber nun hat Böhmermann nie behauptet, er habe ein satirisches Gedicht verfasst. Nein, er hat, wir sagten es schon, eine dümmliche Schmähkritik geschrieben. Und dieses dämliche Geschreibsel hat inzwischen mehr Aufmerksamkeit bekommen und im Internet mehr „Klicks“ generiert als es eine gute Satire je geschafft hätte.
Damit sind wir beim Streisand-Effekt. Während die gute Barbra damals unfreiwillig in ihre eigene Publicity-Falle getappt ist, wird dieser Effekt heute ganz gezielt eingesetzt. Man nehme: einen politisch inkorrekten Text eines wenig talentierten Autors, der in einer Sendung des ÖR gesendet werden soll. Dann, und das ist der ganz entscheidende Schritt, wird der Beitrag nicht gesendet, weil er politisch inkorrekt und sehr beleidigend ist. Dieses Nicht-Senden wird großräumig und lautstark angekündigt. Sollte sich der skandalöse Beitrag schon irgendwo im Internet finden, wird wiederum lautstark angekündigt, ihn auf jeden Fall zu löschen. Bingo. Schon wird Zero zum Hero und Jan Böhmermann zu einem „umstrittenen Dichter“. Ganz schön schlau, der Böhmermann. Ganz schön dumm, die Presse.
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