Monday, 7 December 2015

Front National, Le Pen - Herrje, wie konnte das bloß passieren?

Der Front National ist nun tatsächlich dritte Kraft in Frankreich, im Norden kassierte er sogar 40%. Im deutschen Blätterwald kann man es nicht fassen. Was ist in die Franzosen gefahren? Stefan Simons schreibt im Spiegel online, diese „rechtsextreme Partei“ bediene vor allem „die diffusen Ängste der Franzosen“ vor Terror, Immigration und Islamismus. 

Ich musste diesen Satz zweimal lesen, um die Unverschämtheit zu begreifen. Also, ein deutscher Sesselpupser, dem noch nie ein muslimischer Selbstplatzer um die Ohren geflogen ist, wagt es, den französischen Opfern „diffuse Ängste“ vorzuwerfen. Dieser deutsche Furchtbürger, der sich in Hose macht, wenn in 12.000km Entfernung ein Tsunami ein AKW beschädigt, wagt es, von „diffusen Ängsten“ zu sprechen. Wie ekelhaft. Aber das gibt sich nach der ersten dschihadistischen Therapiesitzung. Wetten, dass?

Schauen wir, was die Nazis vom Front National noch so an Unmenschlichkeiten fordern:
  • eine Anhebung der Mindestlöhne um 200 Euro. Das ist scharf rechts, keine Frage.
  • die Rückkehr zur Rente mit 60. Das waren Hitlers Pläne, sag ich doch.
  • die Förderung von kleinen Unternehmen und dem Mittelstand. Dagegen war der Überfall auf Polen ein Kinderspiel
  • Zölle auf Importe. Was? Kein billiges chinesisches Spielzeug mehr? Elende Faschisten. 
  

Also was treibt die Franzosen um? An der katastrophalen Europapolitik kann es nicht liegen. An den nicht mehr vorhandenen Grenzen auch nicht, denn Merkel schafft das. Mangelnde Bildung, Unterdrückung und Perspektivlosigkeit? Nein, auch nicht, damit werden schon die islamisch motivierten Massenmorde erklärt. Wir stehen vor einem Rätsel. 

Sunday, 6 December 2015

Wir lesen und vergleichen

Sabatina James schreibt unter Pseudonym, weil sie weder gesteinigt noch erstochen werden möchte. Die eigene Familie droht ihr mit Ermordung, weil sie sich einer Zwangsehe durch Flucht entzog.


Der grüne Humorist Kretschmann sieht das alles anders, denn er hat Erfahrung mit dem Islam. Gerne streift er durch die Wälder des schönen Schwabenlandes, spricht mit dem Wegerich oder fordert den gesetzlichen Mindestlohn für Borkenkäfer. Diese wertvollen Erfahrungen ließen ihn zu einem der vielen tausend Islam-Experten Deutschlands reifen. Mit anderen Worten, er weiß überhaupt nicht, worüber er spricht.  


http://www.welt.de/politik/deutschland/article149632892/Islam-muss-sich-von-Gewaltexzessen-reinigen.html

Eine Islamisierung wird es nicht geben (Kretschmann)

„Weihnachtsfeier in einer Münchner Grundschule: Kinder präsentieren sich als Kiwis, Orangen und Bananen verkleidet - anstatt als Maria und Josef, Hirten und Engel. Die Lehrerin hatte das traditionelle Krippenspiel durch eine Unterrichtseinheit über gesunde Ernährung ersetzt. Sie wollte die große Zahl muslimischer Kinder (und Eltern) nicht durch ein christlich geprägtes Spiel ausgrenzen.“ (Quelle: Spiegel online)

So schwärmerisch leitet die staatsbesoldete und engagierte Volksumerzieherin Irene Götz ihren Artikel ein. Die gewiegte Fachfrau führt weiter aus, dass es eine deutsche Tradition eigentlich gar nicht gibt. Da hat sie gar nicht unrecht. 

Viele Bräuche, so auch das Weihnachtsfest, haben heidnische Wurzeln und wurden bei der Christianisierung des Abendlandes entsprechend angepasst. Aber weil es um Deutschland geht, das sich „drastisch verändern wird“ (Frau Göring-Eckardt kann es kaum erwarten), wird die deutsche Bevölkerung vorsorglich auf diese heiß ersehnte Veränderung vorbereitet. 

Irene Götz ist nicht dumm und weiß, wie man das Falsche sagt und trotzdem Recht behält. Sie vermeidet im gesamten Artikel, die übrigen europäischen Länder zu erwähnen, die ja auch so komische Traditionen haben, die ja eigentlich ganz woanders herkommen. 

Aber diese Erwähnung wäre rhetorisch auch sehr ungeschickt, denn kein anderes europäisches Land arbeitet so fleißig an seinem Identitätsverlust. Also zählt sie munter angebliche deutsche Traditionen auf, die eigentlich gar keine sind. Donnerwetter. Wer die siebente Klasse erfolgreich absolviert hat, weiß zum Beispiel, dass auch das Osterfest nicht aus Peine kommt.


Wenn also Ihr kleines Kind demnächst keine Hauptrolle im Krippenspiel bekommt, sondern als Müsli-Riegel oder lustiger Halsabschneider auftreten muss, liegt das nicht am fehlenden Talent des Kindes. Es wurden nur falsche Traditionen abgeschafft. Damit niemand beleidigt ist.      

Saturday, 5 December 2015



„Es gibt immer Weizen zwischen Spreu“, schreibt Hasek in seinem Schwejk. Torsten Krauel schreibt hier einen hellsichtigen Artikel gegen den unglaublichen Blödsinn, der in Deutschland gedacht und geschrieben wird. Wenn man das Gequatsche der von Krauel so genannten „Terrorversteher“ (ich nenne sie die Untherapierten…) liest, fällt auf, dass diese zwar „den Westen“ im allgemeinen und die USA im besonderen verachten, trotzdem mit großer kulturimperialistischer Geste die Anderen mit westlichen Mitteln umerziehen wollen. Wir haben es mit einer arroganten Projektion zu tun: danach fehlt es nur an Aufklärung, Bildung und Wohlstand (damit ist nicht das Auswendiglernen des Korans gemeint…). Der verachtete Westen soll also seine Bildung und seinen Wohlstand mit den „ewig unterdrückten Muslimen teilen.“ Amüsanter Widerspruch. So schlecht kann also „der Westen“ wohl nicht sein, wenn alle anderen daran genesen sollen.  

Millionär und Ingenieur Osama Bin Laden kann wohl kaum zu diesen bildungsarmen Unterdrückten gerechnet werden, auch der Hamburger Muslim und New York-Mörder Atta war angehender Architekt, und die Mörder von Paris und San Bernadino entstammen der Mittelschicht und waren beileibe keine Hungerleider. Diese simplen Tatsachen werden von den deutschen Terrorverstehern ausgeblendet, bzw. ideologisch-pathologisch verleugnet.
Als Milosevic im Jugoslavienkrieg sich anschickte, die muslimische Bevölkerung zu liquidieren, wurde er gestoppt, und zwar nicht von muslimischen Brüdern und Schwestern aus der islamischen Welt, sondern vom „Unterdrücker“, vom Westen. Auch von den USA. Das wird ebenfalls ideologisch-pathologisch verdrängt. 

Wer machte die OPEC-Länder reich? Erdöl unter den Füßen reicht da nicht. Es muss auch gefördert werden. Und dazu bedurfte es wieder westlichen Know-Hows. Doch Förderanlagen allein spülen noch kein Geld in die Kassen der großen Terror-Financiers. Der böse Westen muss das schwarze Gold auch kaufen. Und das tut er (noch). Aber auch dem dümmsten saudischen Prinzchen dämmert es, dass der Westen dabei ist, sich unabhängig vom Terroristen-Öl zu machen. Bis dahin muss sich der Islam möglichst weit ausbreiten und die Macht übernehmen. Sie arbeiten fleißig daran, und die selbstzerstörerischen Idioten in Europa arbeiten ihnen zu. Allen voran natürlich Deutschland.     


http://www.welt.de/debatte/kommentare/article149509748/Die-unfassbare-Ignoranz-der-Terrorversteher.html


Alexander Grau schreibt heute in seiner Kolumne "Grauzone" (Cicero, Magazin für politische Kultur):

„Der postheroischen Gesellschaft des Westens steht ein Gegner gegenüber, der genau diesen „Postheroismus“ als Symptom des Niedergangs, der Schwäche und der Dekadenz deutet. Deshalb auch ist es lächerlich zu glauben, ein mutiges Zeichen gegen den Terror zu setzen, indem man einen Kaffee trinken geht oder ein Fußballspiel besucht. Diese zur Schau getragene Zivilisiertheit wird die Feinde des Zivilen kaum beeindrucken, im Gegenteil.“
(...)
„Der Gipfel an Absurdität ist erreicht, wenn im Milieu der Friedensbewegten allen Ernstes diskutiert wird, mit dem „IS“ zu verhandeln. Abgesehen davon, dass es nichts zu verhandeln gibt, sendet die westliche Gesellschaft hier genau das Zeichen der Schwäche, das die Fanatiker in ihrem Weltbild bestätigt – und sie ermutigt. Friedfertigkeit zu demonstrieren, lohnt sich nur, wenn man es mit einem Gegner zu tun hat, der Frieden als Ideal im Prinzip akzeptiert. Bei dem „IS“ handelt es sich jedoch um eine apokalyptische Bewegung.“
(...)
„Tatsächlich beruht die Strategie des „IS“ auf einer primitiven kulturphilosophischen Annahme: Der Westen ist zu verweichlicht, um sich ernsthaft zu wehren. Aus Sicht seiner fundamentalistischen Gegner führt diese moralische Degeneration zu zwei entscheidenden Schwächen: Erstens ist der Westen nicht willens, eigene Opfer zu erbringen. Verliebt in das diesseitige Leben und die verkommenen Reize einer Wohlstandsgesellschaft, so die Annahme, fehle den Bürgern der westlichen Welt die mentale Härte und Leidensbereitschaft, ihr Leben für eine Sache einzusetzen – und sei es für die so häufig beschworene Freiheit.“


Und ergänzend: dieser Krieg wird entweder wie 1945 vollkommen kaltblütig und skrupellos innerhalb von wenigen Wochen gewonnen, oder gar nicht. Also gar nicht, denn das westliche Fleisch ist stark, aber der Geist ist schwach: ein unmenschlicher, rücksichtsloser Gegner kann nicht rücksichtsvoll besiegt werden. Churchill und Roosevelt wussten das noch.   

Leser Thomas Sauter schreibt dazu:
„Mein Lieblingsmodell wäre, die islamische Welt in "Quarantäne" zu nehmen, d.h. Runterfahren der Beziehungen auf ein Minimum, Türkei raus aus der NATO, keine islamische Einwanderung mehr, Aufnahme nur von nicht-islamischen Flüchtlingen, atomare Abschreckung (mit der Androhung, im Falle islamischer Aggression Mekka und Medina zu zerstören), ansonsten Ausspielen islamischer Staaten und Gruppen gegeneinander, bis sie sich gegenseitig zerfleischt und ausgeblutet haben - vielleicht hält ja wie in Europa nach dem 30-jährigen Krieg dann irgendwann Vernunft Einzug. Diese Vorgehensweise wäre aber wohl zu machiavellistisch für heutige westliche Politeliten.“


Diese Einschätzung deckt sich weitestgehend mit meiner. Aber auch Thomas Sauter beendet seinen Beitrag pessimistisch und somit realistisch: Kein Politiker hat den nötigen Verstand, ein kaltblütiges und kluges divide et impera (Machiavelli) durchzusetzen. Dümmliche Durchhalteparolen („wir schaffen das“) und Borkenkäfer umsiedeln. Mehr ist nicht drin.   

Ach ja, das noch: Jürgen Todenhöfer und Xavier Naidoo: zwei gute Gründe, die deutsche Staatsbürgerschaft aufzugeben. 


Friday, 4 December 2015

San Bernadino, Kalifornien. Keine Hindus haben, aber auch keine Christen oder Buddhisten, aber die Hintergründe sind unklar…

…und mit dem Islam hat das sowieso nichts zu tun. Es ist geradezu pythonesk komisch, wie sich alle Medien die größte Mühe geben, um den lauwarmen Brei herumzureden. Das hat komödiantische Klasse. Zwar jubelt der IS über das Gemetzel im kalifornischen Gesundheitsamt, aber trotzdem, das kann nicht oft genug gesagt werden, hat das Ganze nichts mit dem, na Sie wissen schon, zu tun. Syed Rizean Farook, der in den gesinnungstreuen Medien nur abgekürzt als Syed F. erscheint, hat zwar gerne und ausschließlich „religiöse Bücher“ gelesen, aber das hat nichts zur Sache. Seine Mitmörderin hat der Beleidigte sich online aus Saudi-Arabien bestellt, aber das hat auch nichts mit irgendwas zu tun. Die Pythons hätten es nicht komischer bringen können als unsere Leitmedien.

In diesem herrlichen Sketch bemüht sich der wohlerzogene John Cleese als BBC Interviewer, den Mann „mit den drei Arschbacken“ zu befragen, ohne das Pfui-Wort aussprechen zu müssen.  


https://www.youtube.com/watch?v=PqosS6DBwhA


Flüchtlinge plötzlich alle identifiziert


Das ging ja schnell. Noch vor wenigen Wochen wusste man nicht, wer woher und aus welchem Grund genau über die offene Grenze in Deutschland einmarschiert. Aber gleich nachdem das symbolische Säbelmitrasseln der Deutschen in Syrien auf der Tagesordnung stand, sind alle Flüchtlinge vor Assad geflohen. Da sage noch einer, deutsche Behörden wären keine Hellseher: Untergetaucht? Assad-Flüchtling. Pass verloren? Assad-Flüchtling. Spricht nur albanisch? Schwer traumatisierter Assad-Flüchtling, der seine Muttersprache vergessen hat. 

Thursday, 3 December 2015

Saisonbereinigte Flüchtlingszahlen?

„War es das mit der Flüchtlingskrise?“ So gut gelaunt fragt die WELT und setzt gleich nach, dass die Massenflucht nach Deutschland gebremst zu sein scheint. Schon der nächste Satz rückt alles wieder gerade: „Das UN-Flüchtlingshilfswerk hat im November erstmals in diesem Jahr einen leichten Rückgang (hervorgehoben von mir) auf den Mittelmeerrouten registriert. Ähnliche Zustände meldet Bayern.“  

Das erinnert mich sofort an die alljährliche Zunahme der Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten. Irgendwann gab es die „saisonbereinigten Zahlen“, das heißt, dass witterungsbedingte Arbeitspausen nicht mit eingerechnet wurden. 

Nun dürfen wir nicht vergessen, dass „im Zeitalter des Internets“ (Merkel) jeder junge Flüchtling eine Wetter-App auf dem Smartphone hat und sofort sehen kann, dass der Weg nach Deutschland in den Wintermonaten nicht so komfortabel ist. Da lebt es sich besser in Griechenland, auch wenn die Staatsknete nicht ganz so üppig ausfällt. Geduld. Schon im Februar oder spätestens März lockt der deutsche Frühling, und die Reise kann fortgesetzt werden. Und sie wird fortgesetzt werden, denn Frau Merkel freut sich über jeden Flüchtling. So wie die (noch) wohlhabenden deutschen Rentner auf Mallorca, überwintern die wählerischen Schutzsuchenden in Südeuropa. 

n-tv meldete gestern:
"Die Zahl der Flüchtlinge, die von der Türkei aus über das Meer nach 
Griechenland reisen, ist noch nicht zurückgegangen. Die Türkei hatte 
beim gemeinsamen Flüchtlingsgipfel mit der EU versprochen, ihre Küsten 
besser zu schützen und härter gegen Schleuser und Schlepper vorzugehen. 
Man warte gespannt auf einen Rückgang der Zahlen, doch bisher sei der 
Andrang in etwa gleichgeblieben, sagte ein Offizier der griechischen 
Küstenwache.“


Frau Göring-Eckardt orakelte ja schon berufsbesorgt: die nächsten Flüchtlinge werden Klimaflüchtlinge sein (sie freut sich bestimmt darauf). Wahrscheinlich wird dieser Satz schon überall ins Arabische übersetzt, damit die nächsten Schutzsuchenden wissen, wie man über die nicht vorhandene Grenze kommt: Ich komme wegen des Klimas, Pass ist vor Hitze verbrannt. Dafür kann der Schutzsuchende einen Sonnenbrand vorweisen. Mehr Nachweise braucht kein Flüchtling. Er muss sich nicht einmal als Syrer ausgeben, denn die Klimakatastrophe ist doch überall. Fast überall.  



Gibt es auch jüdische Realitätsverweigerer in Deutschland? Aber ja! Armin Langer ist einer von der ganz speziellen Sorte. Meint er wirklich, was er sagt, oder glaubt er, als Stiefellecker verschont zu werden? Ist es unbewusster jüdischer Selbsthass? Wenigstens ist die jüdische Meinung in Deutschland noch nicht gleichgeschaltet, und Ayala Goldmann ist nicht die einzige Jüdin, die den jungen Mann für vollkommen meschugge hält. Lieber Herr Langer, Talmud kurz zur Seite legen und Koran lesen. Dann verstehen. Dann reden. Danke.  

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24072 



Der BND sagt die Wahrheit - und die Bundesregierung distanziert sich wie üblich. Von der Wahrheit.

Da muss der BND aber noch viel lernen. So eine „Analyse zur Rolle Saudi-Arabiens“ muss merkelgerecht aufbereitet werden. Natürlich weiß inzwischen jeder Klein-Doofie, dass die Saudis alle Strippen ziehen und abservieren lassen, was ihnen nicht passt und fleißig unterstützen, was ihnen passt. Ziel: Korrekter Islam allüberall. Und der IS passt ihnen deshalb sehr gut. Und besonders passt ihnen, dass der ganze Westen von links bis rechts Assad als Ungeheuer schlechthin um jeden Preis beseitigen will, weil der, und jetzt kommt’s ganz dicke, auf seine eigene Bevölkerung schießen lässt. Und er ist nicht einmal Moslem. 

Diese Begründung überzeugt vor allem durch Auslassung, denn er lässt in der Tat auf „Aufständische“ schießen. So etwas ist einmalig in der Weltgeschichte, ich meine, dass Regierungstruppen „Aufständische“ mit militärischen Mitteln bekämpfen. Das gab’s noch nie. In jedem Geschichtsbuch können wir lesen, dass Regierungen „Aufständische“ erst einmal zum Tanztee einladen und gleich danach therapeutische Gespräche anbieten. Wenn das auch nicht hilft, treten die Regierenden zurück und schlendern plaudernd zur eigenen Exekution. 

Auch die Deutsche Revolution von 1848/49 wurde bekanntlich von der preußischen Militärkapelle munter begleitet, während preußische Hausfrauen Schnittchen schmierten für die tapferen Aufständischen. Zar Nikolaus II wies seine Soldaten an, den Aufständischen Tee und Plätzchen zu bringen.

Nur dieser Assad wehrt sich penetrant gegen seine Entmachtung…   


Das Rätsel zur Nacht. Wer hielt diese Ansprache an muslimische Einwanderer:

  1. Angela Merkel
  2. Heiko Maas
  3. Katrin Göring-Eckardt
  4. der australische Premierminister

"Dies ist unser Staat, unser Land und unsere Lebensart und wir geben ihnen jede Gelegenheit, all dies zu genießen. Wenn Sie aber glauben, sich über unsere Flagge, unsere Verfassung, unsere christlichen Werte und unsere Lebensart beklagen, jammern und beschweren zu müssen, ermutige ich Sie nachdrücklich, von einer unserer großen Freiheiten Gebrauch zu machen: von dem Recht, das Land zu verlassen. Wenn Sie hier nicht glücklich sind, gehen Sie. Wir haben Sie nicht gezwungen, hierher zu kommen, sondern Sie wollten das. Also akzeptieren Sie das Land Ihrer Wahl." 

Wednesday, 2 December 2015

Satire darf nicht weh tun

Jedenfalls nicht den Machern und Sendern, die in Deutschland Satire (oder was sie dafür halten) ins Programm aufnehmen. Deshalb werden Inhalt und Form anscheinend mit der Versicherungsgesellschaft gründlich abgestimmt.

Die nur in Deutschland geschätzten Highlights des Schenkelklopfer-Humors sind die ZDF-Klamotte „Die Heute-Show“ und, nicht minder unwitzig und bieder, „Die Anstalt“. Hier wird gesinnungskonform gegen alles gestichelt, was entweder sich nicht wehren kann, oder kein Interesse daran hat, schon weil man sich an den wieder aufgewärmten Skandal nicht mehr so recht erinnert.

CSU? Geht. Da dürfen sie ordentlich reinhauen, die hat ohnehin ganz andere Probleme und keine Zeit, sich dilettantisches Schülerkabarett anzusehen. NSU? Das geht in Deutschland noch 1000 Jahre, und wenn sich keiner mehr an die Knalltüten erinnern kann, greift man zu irgendeiner *gida und der AfD. Diese Form der Satire kann als Ergänzung zur Hofberichterstattung der regierungstreuen Medientruppen verstanden werden. Tagsüber hat man keine Zeit, über die handverlesenen Idioten von Rechts zu lachen. Abends wird das nachgeholt. Wo bleibt die mutige Satire gegen…ach nein, die hat die Versicherung untersagt.


„Die Linke, die sich früher als intellektuelle Elite empfunden hat, ist heute weitgehend mit der Pflege der Jahrzehnte erarbeiteten Vorurteile beschäftigt. In diesem Denksystem hat immer der Deutsche und der Amerikaner schuld zu sein. Wenn das nicht der Fall ist, tritt große Ratlosigkeit ein. Bei vielen hat sich die Nähe des Islamismus zum Faschismus noch nicht herumgesprochen. Deshalb haben sie Schwierigkeiten, das Geschehen in ihr einfaches Deutungssystem einzupflegen.“ (Dieter Nuhr)

Bitte, Herr Heitmann, treten Sie nicht in die AfD ein! Deutschland braucht eine echte liberal-konservative Partei! Gründen Sie eine neue Partei. Merkel hat mit der CDU der alten Bundesrepublik nichts zu tun. Sie hat aus Deutschland eine DDR 2.0 gemacht.  
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/heitmann-tritt-aus-cdu-aus-scharfe-kritik-an-merkels-fluechtlingspolitik-13944364.html

Tuesday, 1 December 2015

Betrüger mit Heiligenschein

Keine noch so kleine Stadt ohne mindestens ein Dutzend „Charity Shops“. Je nach Gefühlslage und persönlicher Bindung kann jeder in England für die Herzforschung spenden, ausgesetzten Tieren helfen oder Kindern in Not was Gutes tun. Das Spenden wird leicht gemacht: einfach einkaufen gehen.

Selbstverständlich habe ich das auch getan und tue es auch heute noch, wenn auch aus anderen Gründen: es ist billig. Aber in den ersten Jahren ging es mir wie allen anderen herzensguten Engländern. Nach dem Einkauf hat man dieses schöne Gefühl, nicht nur für die Enkel was Nettes gekauft, sondern auch anderen Menschen in Not geholfen zu haben. So funktioniert das Geschäftsmodell, und es funktioniert gut.

In Camborne gibt es einen ganz unheiligen Second-Hand-Laden, der immer wieder den Besitzer wechselt. In den ersten zwei Monaten nach Geschäftsübernahme lächelt der neue Geschäftsinhaber hoffnungsvoll, öffnet täglich um 9 Uhr und läuft geschäftig in seinem Laden rum. Er bietet kleine und große Haushaltsgeräte und Möbel vom Tischchen bis zum Doppelbett an. Trotzdem hat er nicht die geringste Chance, denn sein Geschäft ist eingekeilt von drei „Charity Shops“, darunter von einem sehr großen, zweistöckigen, der die „Air Ambulance“ unterstützt. Inzwischen guckt der Inhaber des Second Hand-Ladens trübselig aus der Wäsche und öffnet um 11Uhr und auch nicht mehr jeden Tag. 

Der arme Kerl muss nämlich seine Ware einkaufen und muss sie teurer verkaufen, damit er wenigstens sehr bescheiden überleben kann. Steuervorteile genießt er auch nicht. Diese Sorgen hat die Charity-Industrie nicht: alle Waren sind Spenden. So kann der Kaufmann von nebenan leicht unterboten werden. Bietet der traurige Second-Hand-Mann ein dreisitziges Sofa für £120 an, das er vielleicht für £60 kaufen musste, steht so ein Sofa bei der „Air Ambulance“ für £99 im Fenster. 

Aber dafür dient das eingenommene Geld ja einem guten Zweck. Das denken alle, und ich dachte es auch. Bis ich mir einmal genauer angesehen habe, wie viel Geld genau dem guten Zweck zugeführt wird: pro eingenommenem Pound gehen stolze 10p bis 22p (je nach Organisation) an die großflächig beworbenen Bedürftigen. Der ganze große Rest geht in die Shop-Kasse. Mit anderen Worten, die edlen Läden erschleichen sich Wettbewerbsvorteile und können jeden ehrlichen Second-Hand-Verkäufer in den Ruin treiben. Nicht nur verkauft die Gewissens-Industrie geschenkte Ware, die heiligen Samariter genießen auch Steuervorteile, vom hohen Sozialprestige gar nicht zu reden. Diese Industrie gebärdet sich wie St. Martin:

Eines Tages, als Martin nichts außer Waffen und dem einfachen Soldatenmantel bei sich trug, begegnete er mitten im Winter, der von so außergewöhnlicher Härte war, dass viele erfroren, am Stadttor von Amiens einem nackten Armen. Dieser flehte die Vorbeigehenden um Erbarmen an. Doch alle liefen an dem Elenden vorüber. Da erkannte Martin, von Gott erfüllt, dass der Arme, dem die anderen keine Barmherzigkeit schenkten, für ihn da sei.

Aber was sollte er tun? Außer seinem Soldatenmantel hatte er ja nichts. Also nahm er sein Schwert und teilte den Mantel mitten entzwei. Den einen Teil gab er dem Armen, in den anderen Teil hüllte er sich wieder selbst. Etliche der Umstehenden begannen zu lachen, denn Martin sah mit dem halben Mantel kümmerlich aus. Viele jedoch, die mehr Einsicht hatten, bedauerten sehr, dass sie nicht selbst geholfen hatten, zumal sie viel wohlhabender als Martin waren und den Armen hätten bekleiden können, ohne sich selbst eine Blöße zu geben.

Allerdings teilen sie den Mantel etwas anders. Ein Stückchen vom Ärmel für die Armen, der Rest bleibt am eigenen Leibe. Wenn sich bei mir Klamotten zum Spenden angesammelt haben, gehen die direkt in die Altkleider-Container auf dem Tesco-Parkplatz. Dann kommt sogar der ganze Mantel bei den Bedürftigen an. Jedem Second-Hand-Verkäufer kann ich nur empfehlen, seinen Laden zum „Charity Shop“ umzumünzen.   

Ceterum censeo: Die AfD muss verhindert werden. Aber das geht nur durch vernunftgeleitete Politik. Und die findet in Deutschland nicht statt. 

Bei Plasbergs Vier Gute gegen eine Böse-Show „Hart aber Fair“ konnte sich Frau Petry wieder komfortabel als ein Opfer präsentieren, das von „den Etablierten“ zum Abschuss freigegeben wurde. Es überrascht nicht, dass der Kampf der kleinen „Davida“ gegen den etablierten Goliath von vielen Lesern der WELT und der FAZ heute beklatscht wurde. 

Frank Lübberding beschwichtigt in der FAZ zwar, die AfD sei keine Neuauflage der NSDAP, aber was genau spricht dagegen? Um die Macht übernehmen zu können, musste Hitler seine SA-Totschläger zurückpfeifen. Sonst hätte er das Bürgertum und den Restadel nicht für sich gewinnen können. Er musste seiner Partei einen seriösen Anstrich geben - solange, bis er fest im Weimarer Sattel saß. 
Sicher, da muss Petry noch nachbessern. Brandstiftung geht gar nicht. Noch nicht. Und  plump rechtsradikales Gegröle geht auch nicht. Noch nicht.    


Ein Lügner glaubt keinem An dieses sehr tiefsinnige Sprichwort muss ich immer denken, wenn ich die Propaganda (in der Vor-Merkelzeit gab e...